Bäume in einem Wald (Foto: SR)

Verluste wegen Klimawandel

  17.07.2019 | 17:17 Uhr

Laut Umweltminister Jost rechnet der Saarforst für dieses Jahr mit Verlusten von 1,5 bis zwei Millionen Euro. Deshalb will Jost nach der Sommerpause mit Finanzminister Strobel Gespräche führen.

Der generelle Preisabsturz, vor allem bei Fichtenholz – und die Schäden durch den Borkenkäferbefall: Das seien die beiden wichtigsten Gründe für die wirtschaftlich angespannte Situation des Saarforstes, so Umweltminister Reinhold Jost (SPD) beim Sommergespräch. Zudem müssten mehrere hundert Hektar neu aufgeforstet werden, weil dort Fichten wegen Borkenkäferbefalls gefällt werden mussten. Der wirtschaftliche Engpass beim Saarforst sei damit auch eine Folge des Klimawandels.

Borkenkäfer und Preisverfall

Das Umweltministerium musste die erwarteten Erlöse aus dem Saarforst für dieses Jahr kräftig nach unten korrigieren: So rechnet das Umweltministerium 2019 mit Verlusten von 1,5 bis zwei Millionen Euro. Gründe dafür seien vor allem die Schäden durch den Borkenkäferbefall – und der generelle Preisverfall, vor allem bei Fichtenholz.

Jost: "Saarforst ist immer stärker vom Klimawandel betroffen"
Audio [SR 3, (c) SR Carolin Dylla, 17.07.2019, Länge: 02:40 Min.]
Jost: "Saarforst ist immer stärker vom Klimawandel betroffen"

Der ökologische Beitrag des Saarforstes liegt laut Jost aber bei etwa fünf Millionen Euro pro Jahr – ein wirtschaftlicher Nutzen, der aber nicht in den Bilanzen auftauche. Jost kündigte an, sich nach der Sommerpause mit Finanzminister Strobel zusammenzusetzen um zu diskutieren, wie dieser Beitrag in der Wirtschaftsrechnung des Saarforstes berücksichtigt werden kann. Ein genaueres Bild über den Zustand des Saarforstes soll ab nächster Woche entstehen: Dann nämlich beginnt die diesjährige Waldschadensinventur.