VW und Prevent (Foto: dpa / Hauke-Christian Dittrich / Julian Stratenschulte)

Streit zwischen VW und Prevent geht in neue Runde

Karin Mayer    19.12.2018 | 16:52 Uhr

Der Streit um überhöhte Preise für die Produkte von Neue Halberg Guss hat ein Nachspiel. Vor dem Braunschweiger Landgericht haben sich die bosnische Prevent-Gruppe und der Autohersteller VW am Mittwoch nicht einigen können.

Eine Sprecherin teilte dem SR mit, dass nun am 16. Januar ein Urteil verkündet werden soll. Volkswagen fordert Geld zurück für angebliche Wucherpreise. Dabei geht VW zumindest ungewöhnliche Wege. Unmittelbar nach dem Verkauf wurde ein Großteil der Kaufsumme von 48 Millionen Euro eingefroren.

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VW vs. Prevent: Entscheidung vertagt
VW vs. Prevent: Entscheidung vertagt
Der Prozess wurde am Mittwoch erstmal vertagt, erklärt SR-Wirtschafsexpertin Karin Mayer im SR-Interview mit Dorothee Scharner.

Der Verkäufer Prevent hat keinen Zugriff darauf und wehrt sich nun vor Gericht. Wichtige Frage ist dabei auch: wie ist Volkswagen an vertrauliche Kontoinformationen gekommen. Denn nach SR-Informationen sind gleich mehrere Konten von Prevent betroffen. Wegen möglicher Indiskretionen behält sich Prevent auch vor, vom Kaufvertrag zurückzutreten. 

Prevent hat die Gießerei Neue Halberg Guss Ende November verkauft. Der neue Besitzer One Square hat das Unternehmen in Gusswerke Saarbrücken umbenannt. 

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 19.12.2018 berichtet.

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