Velo-Swing-Festival (Foto: SR)

Wie sich Sportvereine mit der Krise arrangieren

Lisa Krauser   22.10.2020 | 07:41 Uhr

Der Sommer ist rum, und Corona geht in die Verlängerung. Was bedeutet das für Vereine bei denen Körperkontakt dazugehört? Wie gehen die mit der aktuellen Lage um?

Das Wichtigste ist, dass die Hobbysportler gesund bleiben.
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 22.10.2020, Länge: 04:05 Min.]
Das Wichtigste ist, dass die Hobbysportler gesund bleiben.

Chöre, Karate-Club, der Tanzverein, sie alle bieten einen Ausgleich zum Alltag. In Zeiten steigender Coronazahlen stellt sich die Frage, was noch erlaubt ist. Beim Lindy Hop in Saarbrücken-Malstatt lernen Sportbegeisterte Swingtanzen wie in den 30er Jahren. Ihren Spaß sieht man zwar an den Bewegungen, hat Lisa Krauser heraus gefunden, aber nicht in den Gesichtern: Denn alle tragen eine Maske. Eine Maske ist laut der aktuellen Rechtsverordnung eigentlich nur Pflicht, wenn gerade nicht getanzt wird, also beim Kommen, Gehen oder in der Umkleidekabine. Organisator und Tanztrainer Nik Taffner will aber auf Nummer sicher gehen.

"Lieber etwas vorsichtiger", so denken offenbar gerade viele Vereine und Freizeitorganisationen, auch wenn offiziell noch einiges erlaubt ist. Denn in der neuen Rechtsverordnung, die seit dem Wochenende in Kraft ist, sind nur wenige Einschränkungen dazugekommen. Wie das Maskentragen außerhalb des Trainingsbetriebs und das Verbot, Gemeinschafts- und Gesellschatsräume, wie Clubheime, zu nutzen. Aber: Die Vereine wollen kein Risiko eingehen und erlegen sich teils selbst strengere Regeln auf, hat auch Steffen Ehrbächer, der Leiter der Ortspolizeibehörde Kleinblittersdorf erlebt. So öffnen sie etwa beim Trainingsbetrieb die Duschen nicht mehr.

Mehr Maßnahmen als die RVO vorschreibt

Nik Taffner von Lindy Hop Saarbrücken fühlt sich mit dem eigenen, strengeren Hygienekonzept gut aufgestellt. Für ihn ist auch die Anwesenheitsliste besonders wichtig, damit im Fall einer Infektion nachvollziehbar bist, wer da war. Am Ende des Kurses schließt Nik Taffner die Fenster. Die waren die ganze Stunde lang sperrangelweit offen.

Beim Kickbox-Verein "Power Out" in Saarbrücken müssen die Hobby-Sportler ganz schön was aushalten. Trainer Samar Adjdadi sorgt im Sinne des Wortes dafür, dass sie sich auspowern können. Die Hygienemaßnahmen sehen so aus, dass die Umkleiden zu bleiben. Nach jedem Training werden Matten und Polster desinfiziert. Und beim Kommen und Gehen herrscht Maskenpflicht. Das "Power Out" fühlt sich mit seinem Konzept gut aufgestellt und hofft, dass der Lockdown diesmal ausbleibt.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 22.10.2020 berichtet.

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