Peter Springborn (Foto: Uwe Bellhäuser)

Hilfe bei gesundheitlichen Ausnahmesituationen

Patrick Wiermer   27.05.2021 | 12:43 Uhr

Geht es ums Sozialrecht, fühlen sich viele Menschen allein gelassen. Wenn es etwa um die Einstufung des Pflegegrads geht oder um eine Erwerbsminderungsrate. Hilfe gibt es bei Sozialverbänden wie dem VdK. Am 27. Mai hat der Verband die Bilanz der Sozialrechtsberatung für das vergangene Jahr vorgestellt.

VdK-Jahresbilanz: Der Beratungsbedarf steigt
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 27.05.2021, Länge: 03:00 Min.]
VdK-Jahresbilanz: Der Beratungsbedarf steigt

Über 12.000 Beratungsgepräche, 4000 abgechlossene Verfahren, rund drei Millionen Euro an Nachzahlungen wurden erstritten. So sieht VDK-Bilanz für 2020 in Zahlen aus. Der Beratungsbedarf steige, trotz Corona-Einschränkungen, sagt VDK-Geschäftsführer Peter Springborn. Häufig drehe es sich um Fragen zum Umgang mit Schwerbehinderungen, zur Rente, aber auch immer mehr um Probleme mit der Kranken- und Pflegeversicherung.

Immer mehr Menschen sind, so Springborn, mit der Beurteilung ihres Pflegegrades nicht einverstanden. Häufig würden Träger zudem zwar die Rechtsansprüche der Menschen zur Kenntnis nehmen, aber nahezu alles unternehmen, diesen Anspruch nicht umsetzen zu müssen. Springorn nannte als Beispiel eine Cannabis-Therapie. Die zuständige Krankenkasse konnte erst nach einem einjährigen Prozess vor Gericht dazu gebracht werden, einer lungenkranken Frau diese Therapie zu bezahlen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 27.05.2020 berichtet.

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