Heike Barachino mit Foto aus glücklichen Tagen mit (verstorbenem) Ehemann Luciano.  (Foto: Steffani Balle)

Der VdK führte mehr als 14.000 Beratungsgespräche

Steffanie Balle   12.06.2020 | 16:15 Uhr

Mal ging es um einen verweigerten Schwerbehinderten-Ausweis, mal um das Erstreiten einer Reha Maßnahme. Der Sozialverband VdK hat im vorigen Jahr mehr als 14.000 Beratungsgespräche geführt und mehr als 4000 Mal in sozialrechtlichen Verfahren für seine Versicherten gestritten.

Der VdK führte mehr als 14.000 Beratungsgespräche
Audio [SR 3, Steffanie Balle, 12.06.2020, Länge: 03:11 Min.]
Der VdK führte mehr als 14.000 Beratungsgespräche

Der VdK stritt im Fall von um die Anerkennung einer Berufskrankheit als Todesursache ihres Mannes. In der Folge um Heikes Recht auf eine Witwenrente, und um die Anerkennng einer Waisenrente für die jüngste von drei Töchtern. Ihr Mann Luciano wurde 71 Jahre alt. Er starb vor ziemlich genau drei Jahren an Lungenkrebs. Ein fall für die "Berufsgenossenschaft Asbest": Belastung durch Steinstaub, durch Arbeiten an Hochöfen, durch Baustellen in den 60er und 70-er Jahren, als noch niemand an die tödliche Gefahr von Asbest gedacht hat.

Die Berufsgenossenschaft war von dem Onkologen eingeschalte worden, der die Diagnose: Lungenkrebs durch Asbest- Belastung, gestellt hatte. Das war im Sommer 2016. Ein halbes Jahr später kam dann ein Gutachter und befragte Luciano, wo und wann genau er denn mit dem Asbest in Berührung gekommen sei. Das habe ihr Mann doch gar nicht genau sagen können. Darum fiel das Gutachten negativ aus, und der Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit wurde abgelehnt. Da war Luciano schon so krank, dass er nicht mehr die Kraft für einen Widerspruch hatte.

Der VdK half, und der Antrag ging durch

Von einer Ärztin in der Lungenklinik Völklingen bekam Heike den Tipp: "Wende dich doch mal an den VdK." Luciano starb im Sommer 2017. Entsprechend überrascht war Heike Barachino, als plötzlich, Anfang 2018, erneut ein Gutachter bei ihr anklopfte. Heike , was ihr Mann ihr erzählt hatte: Wie er als Steinmetz gearbeitet hatte, mit welchen Materialien, auf welchen Baustellen und so weiter. Danach dauerte es über ein Jahr, bis Post von der Berufsgenossenschaft kam: Dem Antrag wurde dieses Mal stattgegeben. Dank dem VdK bekommen Heike und die jüngste der drei Töchter nun Witwen- bzw. Waisenrente.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 12.06.2020 berichtet.

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