Eine Frau steht am Flughafen vor der Anzeigetafel, auf der verspätete Flüge aufgelistet sind. (Foto: picture alliance / Hannibal Hanschke/dpa)

Jost will automatische Entschädigung für Bahn- und Fluggäste

Kollegengespräch: Nadine Thielen/Carolin Dylla   20.11.2018 | 16:45 Uhr

Das Flugzeug oder die Bahn hat Verspätung – und zwar so viel Verspätung, dass man eigentlich richtig Geld zurückfordern könnte. Doch die „Fahrgastrechte-Formulare“ sind so umfangreich und kompliziert, dass viele auf die Erstattung verzichten. Damit soll aus Sicht von Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) jetzt Schluss sein. Am 20. November hat er in der Landespressekonferenz erklärt, wie er sich das vorstellt. Im Kollegengespräch gibt SR-Reporterin Carolin Dylla dazu eine Einschätzung.

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Kollegengespräch: "Die Idee klingt super"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Nadine Thielen/Carolin Dylla, 20.11.2018, Länge: 03:24 Min.]
Kollegengespräch: "Die Idee klingt super"

Der saarländische Umweltminister macht sich dafür stark, dass Bahn- und Fluggäste in Zukunft automatisch Entschädigung erhalten, wenn Zug oder Flieger deutlich Verspätung haben. Dazu hat das Saarland eine Initiative im Bundesrat eingebracht, über die am Freitag, 23. November, mit den Vertretern der anderen Bundesländer beraten werden soll.

Jost zeigt sich zuversichtlich, dass der Antrag Erfolg hat. Die ersten Rückmeldungen sowohl aus dem Bund, als auch von den anderen Ländern seien sehr positiv gewesen. Sollte der Antrag angenommen werden, geht er zunächst in den zuständigen Ausschuss im Bundestag, wo es dann nochmal Gesprächbedarf geben könnte.

Wie eine automatische Entschädigung in der Praxis umzusetzen wäre, dazu gibt es noch keine konkreteren Vorstellungen.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 20.11.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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