Ford Logo (Foto: dpa/Daniel Karmann)

Ford-Chef unzufrieden mit dem Europa-Geschäft

Studiogespräch: Dorothee Scharner/Karin Mayer   17.08.2018 | 16:15 Uhr

Beim Autobauer Ford hängt der Haussegen schief. Ford-Chef Jim Hackett ist unzufrieden mit dem Europa-Geschäft. Im ersten Halbjahr hat der Autobauer in Europa 73 Millionen Dollar Verlust vor Steuern eingefahren. Deshalb kündigt er eine neue Modellpolitik an - unter anderem sollen weniger Limousinen gebaut werden. Das bedeute für den Standort Saarlouis erst mal Unsicherheit, sagt SR-Wirtschaftsredakteurin Karin Mayer. Im Studiogespräch erläutert sie die Hintergünde.

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Studiogespräch: "Der Brexit ist es, der die Probleme macht"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Dorothee Scharner/Karin Mayer, 17.08.2018, Länge: 02:34 Min.]
Studiogespräch: "Der Brexit ist es, der die Probleme macht"

Es sind weniger die Autoverkäufe als vielmehr der Brexit, der dem Autobauer Probleme bereitet. Der ungünstige Wechselkurs des Britischen Pfund trifft Ford besonders stark, denn Großbritannien ist ein wichtiger Absatzmarkt. Und damit trifft es auch Ford Saarlouis, denn die meisten Focus-Modelle werden eben dorthin verkauft.

Der neue Fordchef will sich nun stärker auf das Geschäft mit Nutzfahrzeugen und SUVs konzentrieren und es sollen auch weniger Limusinen in Europa produziert werden. Davon betroffen wäre auch der C-MAX, das zweite Modell, das neben dem Focus in Saarlouis gebaut wird.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 17.08.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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