Berechnung von Steuern  (Foto: pixabay/yourschantz)

Was ändert sich?

Mit Informationen von Yvonne Schleinhege; Onlinefassung: Laszlo Mura   31.12.2020 | 08:40 Uhr

Zum ersten Januar ändert sich was – für fast alle von uns: der Soli fällt weg. Das ist nur eine der Änderungen zum Jahreswechsel, aber wohl die wichtigste. Was noch anders ist ab Mitternacht, weiß SR-Wirtschaftsredakteurin Yvonne Schleinhege.

Der Soli ist Geschichte, darüber dürften sich die meisten von uns freuen, oder?

Was ändert sich 2021?
[SR 3, Yvonne Schleinhege, 31.12.2020, Länge: 03:06 Min.]
Was ändert sich 2021?

Ganz sicher. Zumindest die allermeisten. Und wenn wir schon beim Geld, bzw. der Steuer sind, dann auch das: Der Grundfreibetrag steigt und damit haben wir etwas mehr Geld im Portmonnaie. Aber eines dürfen wir nicht vergessen, die Mehrwertsteuer wurde coronabedingt ja abgesenkt und die wird jetzt wieder angehoben.

Ein paar zusätzliche Dinge noch vorweg: Der Mindestlohn steigt auf 9,50 Euro und die Hartz 4-Regelsätze steigen auch - für Alleinstehende um 14 Euro und für Jugendliche gibt es ein dickes Plus von 45 Euro.


Und auch Familien werden durchaus entlastet. Was ist da neu?

Zunächst einmal steigt das Kindergeld um 15 Euro und angehoben wird dann auch entsprechend der steuerliche Kinderfreibetrag. Familien mit kleinem Einkommen bekommen noch den Kinderzuschlag zusätzlich zum Kindergeld und der steigt von 185 Euro auf 205 Euro. In Sachen Unterhalt gibt es zum Beispiel für Trennungskinder noch mehr Geld. Und auch Alleinerziehende profitieren tatsächlich sehr von einem höheren Steuerfreibetrag. Das kann wirklich auch für diese Gruppe eine finazielle Entlastung sein.

Wer zu Hause einen Familienangehörigen ohne Bezahlung pflegt kann jetzt auch einfacher Pflegepauschbträge bei der Steuer ansetzen. Das kann sich dann sozusagen auf den Geldbeutel direkt auswirken.


Von den Familien zu den Autofahrern. Für die kann es 2021 teurer werden?!

Ganz grundsätzlich ja. Es gibt eine neue KFZ-Steuer, die sich an dem Schadstoffausstoß meines Autos orientiert, wenn ich mir ein neues kaufe. Für das Durchschnittsauto sind das 16 Euro mehr. Wenn ich jetzt einen Sportwagen habe, dann kann es schon sein, dass das 100 Euro mehr im Jahr bedeutet.

Und wer Auto fährt, der muss tanken. Ab Neujahr gibt es diesen neuen CO2-Preis. D.h. die Preise für Treibstoff steigen um 7-8 Cent, aber Pendler, die jetzt weite Strecken zu fahren haben, werden zumindest ein bisschen entlastet. Und für Geringverdiener gibt es noch eine Mobilitätsprämie. Also zumindest für Pendler mit weiten Strecken gibt es eine Entlastung.


Viele Saarländer haben ja ein Eigenheim, andere wollen eins bauen. Was muss man da wissen?

Wir müssen auf die Nebenkosten schauen und wir haben die CO2-Steuer gerade angesprochen. Das kann dazu führen, dass Gas und Öl für unsere Heizungen teurer wird. Es gibt aber doch Aussichten, dass der Strom ein bisschen günstiger wird, weil da die Beschaffungskosten sinken.

Für energetische Sanierungen soll es Förderprogramme geben. Damit könnte man auch wieder Kosten sparen. All die Förderprogramme sind oft sehr schwer zu überblicken und da hat die Bundesregierung gesagt, da brauchen wir jetzt eine zentrale Stelle, wo ich mich informieren kann. Und das ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude und d.h. da kann es für mich einfacher werden.

Wenn ich ein Haus bauen möchte gibt es die Wohnungsbauprämie. Da hilft mir der Staat beim Bausparen und diese Prämie steigt jetzt. Es haben auch mehr Menschen Anspruch darauf. Für alle, für die Baukindergeld eine Option ist, die können das noch ergattern bis zum 31. März. Das wurde jetzt verlängert.

Ein Thema in der Sendung "Guten Morgen" am 31.12.2020 auf SR 3 Saarlandwelle.

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