Kongresszentrum (Foto: SR)

Das städtebauliches Projekt "Messe- und Kongresszentrum" steht

Stephan Deppen   15.10.2021 | 16:25 Uhr

Seit fast zehn Jahren wird in Saarbrücken über ein neues Messe- und Kongresszentrum diskutiert. Jetzt nimmt es konkrete Formen an. Der Bund gibt Geld, das Land beteiligt sich und auch die Landeshauptstadt bringt sich finanziell ein - für ein Messe- und Kongresszentrum, das als städtebauliches Projekt angelegt ist. Einzelheiten dazu haben Land und Landeshauptstadt am 15. Oktober mitgeteilt.

Das städtebauliche Projekt Messe- und Kongresszentrum sei ein weiterer Strukturwandel-Baustein, sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Es stehe für eine Verkehrswende und die Belebung der Innenstadt, so der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt. Und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans verspricht sich von dem Zentrum einen "Meilenstein in Sachen kultureller und wirtschaftlicher Entwicklung in der Landeshauptstadt."

Video [aktueller bericht, 15.10.2021, Länge: 3:03 Min.]
Pläne für Kongresszentrum-Projekt präsentiert

Die bisherige Congresshalle wird zentraler Bestandteil des neuen Messe- und Kongresszentrums - ergänzt um den Begriff Kulturzentrum. Hinzu kommt eine neue Halle auf dem Schotterparkplatz und einem Teil des Johannes- Hoffmann-Platzes. Soweit, so bekannt.

Das Projekt ist aber mehr als nur die neue Halle. Das war Bedingung für die 50-Prozent-Förderung des Bundes. Knapp 50 Millionen Euro gibt er dazu.

Was aber macht das Modellhafte an den Plänen aus?

Saarbrücker Messe- und Kongresszentrum wird konkret
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 15.10.2021, Länge: 03:02 Min.]
Saarbrücker Messe- und Kongresszentrum wird konkret

Das Projekt werde "bahnbrechend" sein für die Landeshauptstadt und das Saarland insgesamt, weil es Leben, Wohnen, Arbeiten und die Zugänge der beiden derzeit getrennten Stadtteilen mit einbeziehe, so Hans. Dazu sollen elf Straßen im Stadtteil St. Johann und Alt-Saarbrücken aufgewertet werden. Weniger Auto, mehr Fahrrad, mehr Grün - so die Stichworte.

Die Planungen für Viktoriastraße und Luisenbrücke

Zentral sind auch die geplanten Veränderungen in der Viktoriastraße und auf der Luisenbrücke. Dort werde es eine komplette Überplanung des Verkehrsraums geben, sagt Conradt. Eine der vier Spuren werde zur Fahrradspur, Beleuchtung und Gehwege sollen erneuert und das Ganze begrünt werden. Mehr Wohlbefinden für mehr Belebung, so das Ziel.

Roonstraße, Stengelstraße und Heuduckstraße sollen im Rahmen des Projektes ebenfalls neu geplant werden, auch wenn der Umbau dann erst später erfolgt.

Die Eckdaten für die neue Halle, die an die bestehende Congresshalle angeschlossen werden soll, stehen auch bereits schon fest: Es werde einen großen Saal mit ca. 1600 Quadratmeter und einen kleineren Saal mit 300 Quadratmeter geben, dazu Ausstellungsflächen und Seminarräume, so Conradt.

Der Zeitplan

Alle Anträge sollen bis Ende des Jahres unterschrieben sein, dann wird es einen Realisierungswettbewerb für die Congresshalle mit Anbau geben. Darin enthalten: ein Ideenwettbewerb für das städtische Umfeld. Bis 2026 muss das Projekt umgesetzt sein.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 15.10.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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