Sozialer Wohnungsbau: Stand der Dinge

Sozialer Wohnungsbau: Stand der Dinge

Audio [SR 3, Steffani Balle, 07.05.2019, Länge: 03:32 Min.]

Steffani Balle   07.05.2019 | 16:45 Uhr

Das Saarland braucht mehr Sozialwohnungen. Bauminister Bouillon hatte ein ganzes Bündel an Förderprogrammen angekündigt. Ein Teil davon wird schon realisiert. Ob die "Macher" beim Sozialen Wohnungsbaus auch alle mitziehen, das wollte nun der Bau-Ausschuss im Landtag klären, denn die Zeit drängt.

Der Bauausschuss im Landtag hat am 7. Mai von Kreditbank, Städte- und Gemeindetag und den Wohnungsbaugesellschaften abgefragt, wieviel Fördergeld bereits abgerufen und verbaut wurde und welche Bauprojekte noch bis Jahresende auf den Weg gebracht werden. 180 Anträge für 180 Wohnungen seien gestellt und bewilligt worden, sagt Ruth Meyer, die Vorsitzende des Bauausschusses.

Eine gewisse Zurückhaltung beim Abruf der Fördergelder sieht der Saarländische Städte- und Gemeindetag in der Überlastung der Bauwirtschaft: Selbst wenn man Projekte angehen wolle, wäre es derzeit schwierig, entsprechende Firmen zeitgerecht beauftragen zu können, sagt Geschäftsführerin Beckmann-Roh.

Fleißige Abnehmerin der Fördermittel ist nach eigener Auskunft die Siedlungsgesellschaft Saarbrücken: Allein in die Sanierung des ersten Blocks auf der Folsterhöhe habe man 18 Millionen Euro investiert. Die Sanierung des zweiten Blocks mit 239 Wohnungen sei bereits in Planung. Ebenfalls mithilfe der Fördermittel. Und der Neubau von 90 Wohnungen sei in Planung, sagt Hildegard Wald, die Geschäftsführerin der Siedlungsgesellschaft.

Nur bis Ende des Jahres steht der Fördertopf für den sozialen Wohnungsbau im Saarland in Höhe von rund 70 Millionen Euro zur Verfügung. Danach geht die Verantwortung für den sozialen Wohnungsbau an den Bund zurück. Im ungünstigsten Fall müsste das Land die Fördergelder dann nach Berlin zurück überweisen.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 07.05.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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