Lebensmittel-Bringservice (Foto: dpa)

"Smart Village" geht in die Verlängerung

Renate Wanninger   27.12.2018 | 07:17 Uhr

Die Grundversorgung ist ein großes Problem im ländlichen Raum. In den kleinen Dörfern gibt es kaum noch Geschäfte, die Produkte für den Alltag anbieten. So auch in Remmesweiler bei St. Wendel. Da hat der Dorfladen vor etwa eineinhalb Jahren dicht gemacht. Vor einem halben Jahr wurde dann ein Projekt in die Testphase geschickt, das den Leuten ermöglicht, vor Ort via Internet einzukaufen und sich die Ware liefern zu lassen. Die Testphase ist gut gelaufen, das Projekt geht in die Verlängerung.

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Das Projekt "Nahversorgung" in Remmesweiler
Audio [SR 3, Renate Wanninger, 27.12.2018, Länge: 03:08 Min.]
Das Projekt "Nahversorgung" in Remmesweiler

„Smart Village“ heißt das Projekt und es soll die Zukunft der Nahversorgung im Raum St. Wendel sein. Einmal pro Woche treffen sich die Leute zum Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus. Wer zuhause nicht mit dem Internet klar kommt, kann hier mit Hilfe zweier "Dorfcoaches" bestellen und bekommt die Ware auch hierher geliefert. Auch das übernehmen die "Dorfcoaches". Menschen, die es nicht mehr schaffen ins Dorfgemeinschaftshaus zu kommen, bringen sie die Bestellung auch nach Hause. Die Lieferung kommt von der Globus-Handelskette und dem Wendelinushof: Man will die ortsansässigen Händler unterstützen.

Die Testphase von "Smart Village" dauerte ein halbes Jahr und bezog sich nur auf die Dörfer Remmesweiler und Winterbach. Sie soll jetzt um ein halbes Jahr erweitert werden, bevor man das Projekt im Sommer 2019 auch auf andere Dörfer ausweiten will. Bis dahin wird die Produktpalette noch ausgeweitet.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 27.12.18 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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