Blick auf den Sankt Johanner Markt in Saarbrücken (Foto: SR Fernsehen / aktueller bericht)

Sinkende Infektionszahlen lassen auf Lockerungen hoffen

Steffani Balle   08.05.2021 | 15:26 Uhr

Die Infektionszahlen gehen im Saarland wieder nach unten. In manchen Landkreisen liegen sie schon unter 100, in anderen lässt die jüngste Entwicklung darauf hoffen. Setzt sich der Trend tatsächlich fort können wir mit diversen Öffnungen rechnen. SR 3-Reporterin Steffani Balle hat sich eingelesen.

Schulen und Kitas

Wechselunterricht möglich
Schulen und Kitas im Regionalverband öffnen wieder
Ab Montag gehen die Schulen im Regionalverband Saarbrücken wieder in den Wechselunterricht. Das hat das Gesundheitsministerium angesichts der gesunkenen Sieben-Tage-Inzidenz entschieden. Für die Kitas gilt dann wieder der Regelbetrieb.

Der Regionalverband war ja als einziger Landkreis über der Marke von 165 und ist jetzt seit fünf Werktagen wieder drunter. Das heißt: Schülerinnen und Schüler im Regionalverband haben ab Montag wieder Wechsel-Unterricht. Die Klassen sind also in Gruppen aufgeteilt, von denen eine Gruppe ab Montag wieder in den Präsenzunterricht kommen kann, die andere dann in der Woche drauf. Und Kitas sind ab Montag wieder im Regelbetrieb, so wie in allen anderen Landkreisen auch. Das gilt jetzt erstmal bis zu den Pfingstferien - egal, ob die Inzidenz noch weiter sinkt oder nicht.

Öffnung der Baumärkte

In den beiden Landkreisen Merzig-Wadern und Sankt Wendel liegt der dafür ausschlaggebende 7-Tage-Inzidenzwert seit Donnerstag unter 100. Vorgabe für die Wiederöffnung der Einzelhandels-Geschäfte, Fitnessstudios, Außengastronomie etc. ist, dass an fünf aufeinander folgenden Werktagen der Wert stabil unter 100 bleibt. Das heißt: Bis Dienstag muss in diesen beiden Landkreisen der Wert unter 100 bleiben, dann machen am Donnerstag auch wieder die Baumärkte auf.

Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten dann noch?

Sinkende Infektionszahlen lassen auf Lockerungen hoffen
Audio [SR 3, Steffani Balle, 08.05.2021, Länge: 03:18 Min.]
Sinkende Infektionszahlen lassen auf Lockerungen hoffen

Einen Termin benötigt man nicht mehr, aber Maske, Abstand und negativer Schnelltest sind Voraussetzung. Wenn die Bundesnotbremse ausläuft, greift wieder das Saarland-Modell, das wir für knapp zwei Wochen schon mal hatten, mit den Ampelphasen grün, gelb und rot. Das heißt also: Man benötigt einen tagesaktuellen Schnelltest, es gilt eine Begrenzung der Kunden pro Quadratmeter und natürlich weiterhin die AHA-Regeln. Aber wenn sich der aktuelle Trend fortsetzt, können die Menschen in den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel ab Mitte kommender Woche auch wieder ihren Nach-Shopping-Kaffee sitzend in der Außengastronomie genießen.

Was ist mit den Menschen in den übrigen Landkreisen?

Die müssen sich noch ein wenig gedulden. Immerhin sinkt die Infektionszahl in den drei am stärksten betroffenen Landkreisen Neunkirchen, Saarlouis und Regionalverband Saarbrücken in Richtung unter 150. Das ist der Grenzwert, ab dem Geschäfte wieder zum Terminshopping einladen dürfen. Neunkirchen ist seit Dienstag unter 150 und darf am Montag wieder Termine anbieten, der Regionalverband seit Mittwoch und deshalb erst ab Dienstag.

Korrektur: In der ursprünglichen Fassung dieses Beitrags hieß es, der Kreis Saarlouis dürfe am Montag wieder Terminshopping angeben: Richtig ist, dass das auch vorher schon der Fall war, das Terminshopping war hier nicht aufgehoben.

Ein Thema in der Sendung "Region am Mittag" am 08.05.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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