Videokonferenz auf dem Laptop.  (Foto: pixabay / iTandCoffee)

Videokonferenzen statt Veranstaltungstechnik

Karin Mayer   13.01.2021 | 15:46 Uhr

Was macht ein Unternehmen, wenn von heute auf morgen das Geschäft einbricht? Erst mal tief durchatmen und dann Lösungen suchen. Viele kleine Betriebe und Selbständige im Saarland machen vor, wie das gelingt. Dieses Mal: ein Beispiel aus der Veranstaltungsbranche.

Kreativ durch die Krise: Umsatteln auf Videokonferenzen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 13.01.2021, Länge: 03:05 Min.]
Kreativ durch die Krise: Umsatteln auf Videokonferenzen

Steffen Balzert stellt für Messen, Congresse, bei Stadtfesten, Konzerten oder Unternehmensveranstaltungen Lautsprecher und Beleuchtung und sorgt dafür, dass sich alles gut anhört. Doch das Geschäft rund um die Veranstaltungstechnik liegt seit vergangenen März brach. Obwohl der Umsatz vergangenes Jahr im Keller war, weil die Einnahmen fehlten, investierte Balzert in Videokonferenz-Technik. Nun unterstützt er Unternehmen bei Videokonferenzen, unter anderem auch den Landtag.

Geholfen hat dabei die Soforthilfe von Land und Bund. Balzert bekam als Einzelutnernehmer mit weniger als zehn Mitarbeitern 9000 Euro; 6000 vom Land, 3000 vom Bund. Seine sechs Mitarbeiter gingen zunächst in Kurzarbeit. Vier davon haben sich inzwischen andere Jobs gesucht. Geblieben ist ein Minijobber, und eine Mitarbeiterin ist noch in Kurzarbeit. Viele Veranstaltungen organisiert er derzeit komplett alleine.

Das bedeutet allerdings auch, dass er sich um Akquise kaum mehr kümmern kann. Aber Balzert hält sich aus eigener Kraft über Wasser. Er macht weniger Umsatz, hat seine Kosten reduziert, Versicherungen gekündigt, Fahrzeuge abgemeldet. Im Moment gehe das, auf Dauer wünscht er sich wieder mehr Veranstaltungen und mehr Einnahmen. Balzert setzt auf die Impfungen. Dass danach alles wieder so wird wie früher, glaubt er zwar nicht, hofft aber darauf, einen Teil seiner alten Aufträge wieder zurück zu bekommen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 13.01.2021 berichtet.

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