Notbetreuung an den Nikolaus-Groß-Schulen in Lebach (Foto: Oliver Buchholz/SR)

Viel Unsicherheit im Schul-Lockdown

Mit Informationen von Oliver Buchholz   16.12.2020 | 13:02 Uhr

Eigentlich sind die Schulen im Saarland zwar immer noch offen – aber die Schülerinnen und Schüler sollen nicht mehr hingehen, wenn’s geht. Für Schüler, die nicht zuhause betreut werden können, gibt es eine Betreuung, so zum Beispiel an den Nikolaus Groß-Schulen in Lebach.

Lehrer Benedikt Staut betreut in der Nikolaus-Groß-Schule in Lebach sechs Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5. Insgesamt 17 Kinder sind heute zur Notbetreuung gekommen. Sie haben von ihren Klassen- und Fachlehrern Aufgaben bekommen – auch für Staut keine normale Situation. „Es ist etwas weniger Vorbereitung und dafür etwas mehr spontaneres Reagieren.“

Unterlagen in der Cloud

Schulen im Lockdown
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 16.12.2020, Länge: 03:10 Min.]
Schulen im Lockdown

Die Notbetreuung steht saarlandweit Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 6 zur Verfügung. Die Kinder, die sich dazu anmelden, bekommen die gleichen Aufgaben wie die Kinder im Homeschooling, erklärt die Schulleiterin der Nikolaus-Groß-Grundschule in Lebach, Verena Laase. „In unserer Cloud gibt es Wochen- oder Arbeitspläne für die Klassen, wo zum Teil tagesgenau aufgeschrieben ist, was gemacht werden soll.“ Außerdem gebe es dort auch Arbeitsblätter und manchmal auch Lernvideos.

Dass es gerade mit den online-Plattformen auch schwierig werden kann, hat am Tag 1 der Aufhebung der Präsenzpflicht schon die „Online-Schule Saar“ gezeigt. Sie ist heute Morgen erst einmal ausgefallen.

Eltern machen sich Sorgen

Lockdown und Kitas
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 16.12.2020, Länge: 01:24 Min.]
Lockdown und Kitas
Im Gespräch schildert Rainer Borens, Geschäftsführer der Katholischen Kita gGmbH Saarland, zu der 156 Einrichtungen gehören, erläutert die Situation der Kindertagesstätten im Lockdown

Unter anderem diese technischen Probleme bringen vor allem Eltern an den Rand der Verzweiflung. Das kann auch Laase verstehen, die selbst zwei schulpflichtige Kinder hat. „Ich denke, es gibt genug Eltern, die sich größere Sorgen machen, dass die Kinder den Anschluss verlieren oder dass sie mit den Materialien klarkommen. Ich denke, das ist für viele Eltern ein bedrückendes Gefühl.“

Laase wünscht sich mehr Einheitlichkeit. „Es gibt zwar verschiedene Lernplattformen, die von vielen Schulen genutzt werden. Aber jede Schule macht ein Stück weit doch ein bisschen was Eigenes. Wenn man Kinder an mehreren Schulen hat, ist das, denke ich, für die Eltern schwierig, im System drin zu bleiben und den Durckblick zu behalten.“

Immerhin in diesem Lockdown können Eltern und Schüler der Klassen 1 bis 6 die Notfallbetruung in Anspruch nehmen – ein kleiner Schritt hin zu mehr Durchblick.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Region am Mittag vom 16.12.2020 berichtet.

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