SAP-Gebäude in Sankt Ingbert (Foto: aktueller bericht)

Seit sieben Wochen im Homeoffice

Karin Mayer   29.04.2020 | 12:54 Uhr

Vor kurzem hätte man noch für unmöglich gehalten, dass ein Unternehmen von heute auf morgen die Mitarbeiter nach Hause zur Arbeit im Homeoffice schickt. Für SAP war es wegen der Corona-Pandemie jetzt notwendig. Das Unternehmen beschäftigt 800 Mitarbeiter.

Standortleiter Jörg Wagner sagt, sein Unternehmen habe das Glück, als IT Unternehmen auch virtuell zu arbeiten. Auch die Kunden arbeiteten im Homeoffice. Die Unterstützung laufe weltweit über Videokonferenzen. Die Auftragslage sei gut, meint Wagner, das Geschäft laufe, aber die Arbeit habe sich verändert.

Gerätschaften fürs Homeoffice liegen auf einem Schreibtisch.
Audio [SR 3, Karin Mayer, 29.04.2020, Länge: 03:33 Min.]
Gerätschaften fürs Homeoffice liegen auf einem Schreibtisch.

Statt Kantine gebe es Rezeptvorschläge für zuhause und Besprechungen untereinander fänden eben auch in Videokonferenzen statt. Da laufe auch schon mal im Hintergrund ein Kind durchs Bild. Wagner bewundert die Disziplin der Mitarbeiter. Viele tendierten dazu, zu Hause mehr zu arbeiten.

Viele Mitarbeiter waren schon vorher tageweise im Homeoffice und waren darauf vorbereitet. Andere hatten vor sieben Wochen Rechner und Bildschirme auf die Schnelle mit nach Hause genommen. Wochenlang komplett zuhause – das gab es bei SAP noch nicht.

Die Firma habe aber klare Regeln fürs Homeoffice aufgestellt. dazu gehöre etwa, Pausen einplanen. Am besten nach jeder Stunde eine Viertelstunde. Auch mal rausgehen und nicht permanent vom Rechner sitzen. Nach Möglichkeit, das Homeoffice vom Wohnraum zu trennen., damit man abends bewusst die Tür zumachen kann.

Infektionskette durchbrochen

Wagner erwartet, dass sich die Arbeitswelt dauerhaft verändern wird. Das Firmengebäude in St. Ingbert werde aber ganz sicher wieder gebraucht. Das Gebäude in St. Ingbert sei einer der schönsten Standorte, den SAP weltweit habe. Und es gebe dort sehr schöne Kommunikationsebenen, zum Beispiel Bänke, wo die Mitarbeiter miteinander reden können. Dieser Austausch fehle momentan. Alles sei virtuell nicht zu ersetzen.

Und da zeigt sich Wagner stolz, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durchhalten. Das Wichtigste sei ja gewesen, die Infektionskette zu durchbrechen. Sieben Wochen Homeoffice bei SAP in St. Ingbert – wichtiges Ergebnis alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gesund.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 29.04.2020 berichtet.

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