SaarLB (Foto: SR)

Landtags-Ausschuss beschäftigte sich mit SaarLB

Thomas Gerber   22.01.2020 | 15:36 Uhr

Das neue Geschäftsmodell der SaarLB war am 22. Januar Thema im Landtag. Nachdem der SR über einen langjährigen Kunden berichtet hatte, dem das Girokonto gekündigt werden soll, hatten die Linken die Sache aufgegriffen und zum Thema im Hauhsaltsausschuss gemacht.

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Ausschuss beschäftigt sich mit neuem SaarLB-Geschäftsmodell
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 22.01.2020, Länge: 03:14 Min.]
Ausschuss beschäftigt sich mit neuem SaarLB-Geschäftsmodell
Das neue Geschäftsmodell der SaarLB war am 22. Januar Thema im Landtag. Nachdem der SR über einen langjährigen Kunden berichtet hatte, dem das Girokonto gekündigt werden soll, hatten die Linken die Sache aufgegriffen und zum Thema im Hauhsaltsausschuss gemacht.

Dieter Koepke hatte den Stein ins Rollen gebracht. Der ehemalige Landesbanker erhielt im März vergangenen Jahres ein Schreiben. Darin stand, dass er seine privaten Geldgeschäfte zukünftig nicht mehr bei seiner Hausbank abwickeln darf.

"Keine Nachteile für die bisherigen Kunden"

Rund 3000 Privatkunden, darunter rund 1000 ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der SaarLB, sind von dieser Neuordnung betroffen. Sie sollen zur Sparkasse Saarbrücken wechseln. Besonders stieß Koepke dabei auf, dass sein ehemaliger Arbeitgeber unterschied zwischen sogenannten "Retailkunden", das sind Kunden mit  mittlerem und niedrigem Einkommen, und "vermögenden Privatkunden“. Letztere können nämlich nach wie vor Kunden der SaarLB bleiben.

Stefan Thielen von der CDU Landtagsfraktion sagte auf die Frage, ob die Landesbank denn nicht alle Bakngeschäfte laut Satzung vorhalten müsse, das sei eine Kannregelung, die SaarLB müsse das aber nicht tun. Der Landtag wird also offenbar nicht eingreifen.

"Geschmäckle bleibt übrig"

Die SaarLB bleibt vage auf die Frage, wer denn ein "vermögender Privatkunde" ist. Eine konkrete Zahl jedenfalls teilte sie dem SR nicht mit. Im Landtagsausschuss sagte die Bank aber zu, dass es bei der Sparkasse keine Nachteile für die bisherigen Kunden gebe. Für Jochen Flackus von den Linken bleibt jedoch ein Geschmäckle übrig, weil eine öffentlich-rechtliche Bank, die weitgehend dem Land gehöre, bestimmte Kundenkreise aussperre.

Dieter Koepke will nun das neue Geschäftsmodell nun von der Bundesaufsicht in Bonn, der BaFin, überprüfen lassen. Der Vorwurf: Möglicherweise ist das neue Geschäftsmodell ein Verstoß gegen die Satzung der Bank und auch gegen den Gleichheitsgrundsatz.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 22.01.2020 berichtet.

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