Die Bundesminister der neuer Regierung sitzen am Kabinettstisch. (Foto: picture alliance / Steffen Kugler/Bundesregierung/dpa)

Saarländische Übermacht im Bundeskabinett?

mit Informationen von Michael Friemel   18.07.2019 | 07:09 Uhr

Das wird bestimmt das Unwort des Jahres 2019: "Regionalproporz" - der ist nämlich in der aktuellen Bundesregierung nicht mehr eingehalten! Von 16 Kabinettsmitgliedern sind drei Saarländer: Annegret Kramp-Karrenbauer, Peter Altmaier und Heiko Maas. Ganz schön viel dafür, dass wir das kleinste Flächenland sind.

"Das ist eine historische Ausnahme"
Audio [SR 3, (c) SR/Michael Friemel/Peter Dausend, 18.07.2019, Länge: 03:17 Min.]
"Das ist eine historische Ausnahme"
SR-Moderator Michael Friemel hat mit Peter Dausend - Zeit Journalist und Saarländer - über den Regionalproporz gesprochen.

"Das ist schon ein Thema in Berlin", sagt Peter Dausend, Journalist bei der Zeit und Saarländer. Man mache auch Witze darüber, dass das kleinste Flächenland so viele Minister stellt. "Kollegen fragen auch mal, ob es im Saarland so schlimm sei, dass alle in die Bundesregierung müssten", schmunzelte Dausend im SR-Interview weiter. Er erwidere dann immer, dass sich Qualität einfach durchsetze. Die Tatsache, dass unser Land so viele Minister stellt, hänge aber vor allem damit zusammen, dass man sich hierzulande generell sehr engagiere und organisiere. Die Saarländerquote im Kabinett sei aber eine "historische Ausnahme".

Glosse

Das Saarland erobert Berlin
Audio [SR 3, (c) SR/Nadine Thielen, 18.07.2019, Länge: 01:21 Min.]
Das Saarland erobert Berlin
Mittlerweile drei Saarländer im Bundeskabinett: Maas, Altmaier und Kramp-Karrenbauer. Da steckt doch ein Plan dahinter. Berlin, wir kriegen dich!! SR-Reporterin Nadine Thielen glaubt auch eindeutige Anzeichen erkannt zu haben: Hier greift das Saarland nach der Macht.

Über dieses Thema wurde auch in "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 18.07.2019 berichtet.

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