Ein Bauherr macht einen Luftsprung.  (Foto: pixabay / jarmoluk)

"Digitaler Bauantrag erst was für künftige Generationen"

Interview: Renate Wanninger / Alexander Schwehm   06.06.2020 | 13:55 Uhr

Viele Baumaßnahmen könnten schneller über die Bühne gehen und günstiger werden, wenn die Bauanträge schneller genehmigt würden. Dabei helfen könnte ein "digitaler Bauantrag". Das Saarland will nun das erste Bundesland mit einem solchen Angebot werden. Alexander Schwehm ist der Präsident der Architektenkammer des Saarlandes. Er meint, es brauche immer noch den Architekten, der den Zugang zur Plattform und das Know-How hat.

Gespräch mit dem Präsidenten der saarländischen Architektenkammer.
Audio [SR 3, Interview Renate Wanninger / Alexander Schwehm, 06.06.2020, Länge: 04:14 Min.]
Gespräch mit dem Präsidenten der saarländischen Architektenkammer.

Alexander Schwehm geht davon aus, dass der digitale Bauantrag in mehrere Stufen kommen wird. Alles Online zu machen, bedeute nämlich, dass auch alles digital vorliege. Das sei bei vielen Kommunen oder Landkreisen noch nicht der Fall. Etwa bei den Katasterplänen. Dasselbe gelte für Bebauungs- und Leitungspläne für Strom, Gas, Abwasser, für Telefonleitungen und auch Informationen über Gewässer, die in der Nähe eines Grundstücks verlaufen.

Außerdem müsse die Landesbauordnung geändert werden. Die sieht bislang noch eine Papierfassung vor. Das sei derzeit in Vorbereitung. Der Anfang werde wohl im Herbst gemacht. Wenn alles mal erfasst ist, so Schwehm, gewinnen die Kundinnen und Kunden Zeit, da mit der eigentlichen Planung schneller begonnen werden könne. Darauf könnten sich aber wohl erst künftige Generationen freuen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 06.06.2020 berichtet.

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