Das Rathaus der Stadt Saarbrücken  (Foto: SR Fernsehen)

Saarbrücken will Geflüchteten helfen

  07.03.2020 | 14:05 Uhr

Die Lage in griechischen Flüchtlingslagern spitzt sich immer weiter zu. 140 Kommunen in Deutschland wollen deshalb unbegleitete Flüchtlinge aufnehmen. Auch die Stadt Saarbrücken möchte helfen. SR-Moderatorin Karin Mayer hat mit der Bürgermeisterin der Stadt, Barbara Meyer-Gluche, darüber gesprochen, welche Hilfe die Stadt anbieten kann.

Bündnis "Sichere Häfen"

Im Bündnis "Städte Sicherer Häfen" haben sich mehrere Städte zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für aus Seenot gerettete Menschen einzusetzen. Unter anderem hat das Bündnis die sogenannte Potsdamer Erklärung unterzeichnet, in der sich die Kommunen bereit erklären, mehr Geflüchtete aufzunehmen, als sie müssten.

"Die Stadt Saarbrücken ist dem Bündnis "Sichere Häfen" beigetreten", sagt Meyer-Gluche (Bündnis 90/Die Grünen). Dadurch wolle die Stadt ein klares Zeichen setzen. "Wir sind bereit, Menschen in Not zu helfen und wollen uns nicht hinter Bürokratie und Zuständigkeiten verstecken", so die Grünenpolitikerin. Es sei "ein Gebot der Menschlichkeit", Schutzbedürftige aufzunehmen.

Möglicherweise Sache der Länder

Ob die Stadt überhaupt rechtlich die Möglichkeit hat, auf Eigeninitiative geflüchteten Kindern und Jungendlichen Schutz zu bieten, ist bislang noch unklar. Die Kommunen warten auf die Zustimmung des Bundes.

Audio

Saarbrücken will "sicherer Hafen" für Flüchtlinge sein
Audio [SR 3, Interview: Karin Mayer / Barbara Meyer-Gluche, 07.03.2020, Länge: 03:24 Min.]
Saarbrücken will "sicherer Hafen" für Flüchtlinge sein

Über dieses Thema hat auch die SR 3-"Region am Mittag" am 07.03.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja