der Kalksteinbruch in Rubenheim (Foto: Becker & Bredel)

Weiter Diskussion um Erweiterung des Kalksteinbruchs

Sabine Wachs   02.11.2016 | 08:05 Uhr

Die Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim im Biosphärenreservat Bliesgau sorgt nach wie vor für Diskussion. Theophil Gallo, Landrat im Saarpfalz-Kreis und Verbandsvorsteher des Biosphärenzwecksverbandes, sagte dem SR, er befürchte die Aberkennung des Biosphärenstatus, sollte die geplante Erweiterung durch das Umweltministerium genehmigt werden.

Er wolle den Teufel nicht an die Wand malen, sagte Gallo dem SR. Aber ein Kalksteinbruch mit 37 Hektar Abbaufläche widerspreche dem Nachhaltigkeitsgrundsatz eines Biosphärenreservats. 2018 kommt das Unesco-Biosphären-Komitee ins Saarland und überprüft dann auch, wie schonend im Bliesgau mit den Ressourcen der Natur umgegangen wird und könnte – so Gallo – der Region den Status aberkennen.

Bis dahin aber bleibt zu klären, ob die Erweiterung des Kalksteinbruchs vom Umweltministerium genehmigt wird. Umweltminister Reinhold Jost (SPD) sagte, sein Ministerium habe seine Probleme mit der Erweiterung. Im Vordergrund stehe nicht die Wirtschaftlichkeit des Steinbruchs, sondern der Umwelt-, Natur- und Artenschutz. Alle Anträge sollen sehr genau geprüft werden. Weiter erklärte der Minister, ginge es nach seiner privaten Meinung, würde er die Erweiterung nicht genehmigen.

Das Innenministerium hatte vor gut einem Monat grünes Licht für eine grundsätzliche Erweiterung des Kalksteinbruchs gegeben und die wirtschaftliche Rolle des Steinbruchs angeführt. Es handelt sich um den letzten übertägigen Kalkabbau im Saarland.

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