Anke Rehlinger im Landtag (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Geldausgeben will gelernt sein

mit Informationen von Jannek Böffel   10.07.2019 | 16:16 Uhr

Es ist eines der Kernversprechen der großen Koalition. Das Jahrzehnt der Investitionen. Insgesamt eine Milliarde will die Groko in den kommenden zehn Jahren, dann wenn das Geld aus den Bund-Länder-Finanzbeziehungen fließt, investieren. Von Digitalem über Schulen bis hin zur Infrastruktur. Doch auch Geld ausgeben ist nicht so einfach, wie man denkt.

"Das Jahrzehnt der Investitionen wird für alle ein Kraftakt werden", meint Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD). Grund dafür sei der Personalmangel im Land. Es bräuchte mehr Menschen, die die nötigen Projekte anstoßen und umsetzen. Vor allem im Straßenbau sei der Aufwand erheblich, denn, so Rehlinger weiter, "wir wollen nicht nur Löcher füllen, sondern eine komplette Sanierung der Straßen". Das Problem bei der Personalsuche sei aktuell, dass auch die Privatwirtschaft auf der Suche nach qualifizierten Kräften ist und wesentlich besser zahlt als die öffentliche Hand.

Video [aktueller bericht, 10.07.2019, Länge: 2:57 Min.]
Sommergespräch mit Anke Rehlinger

Vor allem bei den Autobahnprojekten hatte man auch auf die Planungshilfe des Bundes gehofft. Der Start der geplanten künftig zuständigen Autobahngesellschaft verschiebt sich jetzt allerdings. Statt 2021 könnte sich das noch bis 2025 hinziehen. Die Brückensanierungen im Land sollen aber ohne Abstriche umgesetzt werden.

Audio

Geld ausgeben will gelernt sein
[SR 3, (c) SR/Jannek Böffel, 10.07.2019, Länge: 03:01 Min.]
Geld ausgeben will gelernt sein
Geld ausgeben ist nicht so einfach, wie man denkt, berichtet SR-Reporter Jannek Böffel.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 10.07.2019 berichtet.

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