Leere Straßen in Frankreich (Foto: SR)

Interview: "Ausgangssperre im Saarland ist notwendig"

Interview: Karin Mayer / Udo Recktenwald   18.03.2020 | 16:28 Uhr

Viele Menschen halten sich nicht daran, zu Hause zu bleiben. Am Saarbrücker Staden feiern Jugendliche Partys. Andernorts treffen sich Menschen zum geselligen Beisammensein, weil sie ja jetzt Zeit haben. Udo Recktenwald sagt ganz klar: "Keine Kontakte" Und: Die Ausgangssperre sei notwendig, um den Ernst der Lage klar zu machen.

Der Sankt Wendler Landrat Udo Recktenwald.
Audio [SR 3, Interview:Karin Mayer / Udo Recktenwald, 18.03.2020, Länge: 03:34 Min.]
Der Sankt Wendler Landrat Udo Recktenwald.

Udo Recktenwald gibt sich überzeugt, dass viele Menschen die bisherigen Einschränkungen im Bezug auf das Treffen in größeren Gruppen nicht ernst nehmen. Die Kontaktketten müssten unterbrochen werden. Je mehr Kontakte stattfänden, deste mehr Infizierte gebe es. Darum macht Recktenwald eine ganz klare Ansage: Das Saarland brauche eine Ausgangssperre.

Die Menschen sollten noch zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Einsatz raus dürfen. Ansonsten müssten alle zu Hause bleiben. Die Entscheidung dafür liegt bei der Landesregierung. Recktenwald appelliert an das Land, diesen Schritt zu gehen.

Recktenwald spricht sich zudem für "lokale Teststationen" aus. Bislang gibt es zwei davon im Saarland. Der Landrat stellt sich sowohl eine stationäre als auch eine motorisierte Einheit in den Landkreisen vor, natürlich nur diejenigen, die die Kriterien erfüllen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 18.03.2020 berichtet.

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