Die Aktion "Toter Winkel"

Raus aus dem toten Winkel

Stephan Deppen   03.12.2018 | 18:00 Uhr

Saarländische Landesregierung, Polizei und der Landesverband Verkehrsgewerbe wollen dazu beitragen, die Zahl der Unfälle zwischen Lkw und Radfahrern bzw. Fußgängern zu verringern. Dazu haben die drei Partner heute eine Informationskampagne gestartet.

Video [aktueller bericht, 03.12.2018, Länge: 2:27 Min.]
Kampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Zwar ist die Zahl der Unfälle zwischen Lkw und Radfahrern oder Fußgängern relativ niedrig, die Folgen sind aber um so gravierender. 2017 gab es im Saarland drei solcher Unfälle, dabei sind zwei Menschen getötet worden.

Insbesondere beim Abbiegen ergeben sich gefährliche Situationen. Ganz einfach deshalb, weil auch bei richtiger Einstellung aller sechs Spiegel am Fahrzeug noch ein toter Winkel verbleibt, den der Fahrer nicht einsehen kann.

Deshalb stellt das Wirtschaftsministerium interessierten Betrieben und Einrichtungen sogenannte Spiegelschablonen oder Spiegelfolien zur Verfügung. Die lassen sich auf dem Boden so anbringen, so dass Lkw-Fahrer anhand farblich markierter Flächen die Spiegel korrekt einstellen können.

Kinder stehen im toten Winkel eines LKWs (Foto: SR 1/Lisa Betzholz)

Schulung für Kinder und Appell an die Radfahrer

Spezielle Falt-Lkw-Aufsteller aus Pappe sollen im Verkehrsunterricht an Grundschulen für die Gefahr sensibilisieren, die von den Fahrzeugen ausgeht. Der Fahrradclub begrüßt die Aktion ausdrücklich und appelliert gleichzeitig an alle Radfahrer, sich an Kreuzungen nicht an Lkw vorbeizudrängeln, sondern hinter dem Fahrzeug zu warten. Ein paar Sekunden im Interesse der eigenen Sicherheit, so ADFC-Sprecher Fläschner.

Über dieses Thema wurde auch in der "Rundschau" am 03.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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