Bahnhof (Foto: pixabay CC0)

"Wenn man die Bahn kaputt spart, darf man sich nicht wundern"

Interview: Katja Preißner   27.12.2018 | 08:49 Uhr

Warum klappt in Deutschland nicht, was in anderen Ländern kein Problem zu sein scheint: Züge, die pünktlich sind, sauber, in allen Teilen funktionsfähig und nicht ständig überfüllt. Karl-Peter Naumann von Fahrgastverband Pro Bahn fordert von der Politik mehr Unterstützung für den ÖPNV.

Gerade einmal 74 Euro werden in Deutschland pro Einwohner und Jahr in den Zugverkehr investiert. "Es muss sich was ändern, bei der Finanzierung und den Strukturen", das fordert Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. Er hat zunehmend den Eindruck, dass in Deutschland zum Beispiel Genehmigungen für den Ausbau von Oberleitungen viel zu lange dauern, insbesondere im Vergleich mit Autobahnprojekten.

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"Wenn man die Bahn kaputt spart, darf man sich nicht wundern"
"Wenn man die Bahn kaputt spart, darf man sich nicht wundern"
SR-Moderatorin Katja Preißner hat mit Karl-Peter Naumann von Pro Bahn gesprochen.

Kommentar

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"Die Prioritäten müssen sich ändern"
Warum klappt in Deutschland nicht, was in anderen Ländern kein Problem zu sein scheint: Züge, die pünktlich sind, sauber, in allen Teilen funktionsfähig und nicht ständig überfüllt. Eines jedenfalls ist klar: Die Politik kann nicht so tun, als hätte sie mit der Misere nichts zu tun. Ein Kommentar von Stephan Deppen

Über dieses Thema wurde auch in "Guten Morgen" am 27.12.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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