Symbolbild: Bushaltestelle (Foto: SR / Felix Schneider)

"Es hakt an der Verknüpfung zwischen den einzelnen Landkreisen"

Interview Simin Sadeghi   20.08.2021 | 13:00 Uhr

In keinem anderen Flächenland besteht ein so dichtes Netz von Haltestellen und Bahnhöfen wie im Saarland - das geht aus einer Erhebung der Allianz pro Schiene hervor. Demnach wohnen fast 97 Prozent der Saarländer höchstens 600 Meter Luftlinie von einer Bushaltestelle oder 1200 Meter Luftlinie vom nächsten Bahnhof entfernt. Ist damit im Saarland alles bestens mit dem ÖPNV? Es gibt noch einiges zu tun, sagt dazu Erhard Pitzius vom Verein "Plattform Mobilität".

Es gebe im Saarland Regionen, in denen der ÖPNV ganz hervorragend funktioniere, es gebe aber auch riesen Defizite, sagt Erhard Pitzius vom Verein "Plattform Mobilität".

"Plattform Mobilität": "Es hakt an der Verknüpfung zwischen den einzelnen Landkreisen"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi, 20.08.2021, Länge: 04:17 Min.]
"Plattform Mobilität": "Es hakt an der Verknüpfung zwischen den einzelnen Landkreisen"

Der ÖPNV im Saarland sei zurzeit noch sehr kleinteilig, keine Einheit. Was fehle, sei eine gute Verknüpfung zwischen den einzelnen Landkreisen, sagt Pitzius. "Die Busse drehen ja meistens an den Landkreisgrenzen um." Ausgenommen davon: die Regionalbusse und der Schienenpersonennahverkehr.

Es müsse eine Verknüpfung der Busse her, und zwar so, dass sie dem Fahrgast diene, sagt Pitzius. Er schlägt vor, dass über eine Befragung ermittelt werden sollte, welche Strecken, Fahrziele und auch Zeiten die Menschen wollen. Besonders am Wochenende und an Feiertagen lasse das Angebot nämlich sehr zu wünschen übrig, wenn man nicht an einer Hauptstrecke wohne.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 20.08.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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