Ein Betreuer hilft einem Heimbewohner beim Essen. (Foto: dpa)

Hoher Eigenanteil an Pflegekosten im Saarland

Sarah Sassou   29.01.2020 | 12:40 Uhr

Ein Platz in einem Seniorenheim ist nicht billig. Zwar zahlen die Krankenkassen je nach finanzieller Situation der Betroffenen, einen Eigenanteil muss aber selbst erbracht werden. Geht das nicht, sind die Angehörigen gefragt.

Im Saarland ist dieser Eigenanteil offenbar sehr hoch. Laut DAK liegt das Saarland im Ländervergleich auf dem zweiten Platz. Kinder, deren pflegebedürftige Eltern für ihre Pflegekosten nicht selbst aufkommen können und daher Leistungen der Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII (Sozialhilfe) beziehen, werden seit dem 1. Januar 2020 finanziell entlastet.

Im Saarland ist eine Zuzahlung von 1000 Euro im Monat keine Seltenheit.
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 29.01.2020, Länge: 03:18 Min.]
Im Saarland ist eine Zuzahlung von 1000 Euro im Monat keine Seltenheit.

Erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro (brutto) - statt bisher 21.600 Euro (netto) - werden sie dann vom Amt zur Unterhaltspflicht herangezogen. Diese Regelungen sind mit dem Angehörigen-Entlastungsgesetz beschlossen worden. Sie gelten auch im umgekehrten Fall für Eltern von volljährigen pflegebedürftigen Kindern.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 29.01.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja