Krankenhausträger (Foto: SR)

Wie geht es weiter mit der Nordsaarlandklinik?

Mit Informationen von Nelly Theobald   15.07.2020 | 16:00 Uhr

Eigentlich hatte das Gesundheitsministerium nach einem Träger für eine große Klinik im Nordsaarland gesucht: die Nordsaarlandklinik. Seit einigen Wochen liegen aber eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Konzepte vor. Dem Ministerium sind sie allerdings noch zu wenig konkret.

Derzeit laufen Gespräche zwischen den Trägern, dem Gesundheitsministerium als Planungsbehörde für die Krankenhauslandschaft im Saarland und den Krankenkassen. Klar ist: Im Nordsaarland ist Bewegung drin, und der Krankenhausplan, der eigentlich bis 2025 gültig ist, soll für die Region geändert werden.

Entscheidung im Herbst

Eine Entscheidung ist nach Auskunft des Ministeriums erst im Herbst zu erwarten. Bis dahin sollen auch die Konzepte, die die Träger eingericht haben, noch einmal konkreter werden – auch im Hinblick auf ihre Bedingungen, also etwa eine mögliche Schließung der Standorte Lebach und Losheim.

Sieben Konzepte liegen inzwischen auf dem Tisch. Sechs der Träger sind bereits im Saarland vertreten. Neu dabei ist der Züricher Gesundheitsdienstleister Ameos. Er will nach SR-Informationen ein 200-Betten-Haus bei Wadern bauen. Ameos ist der Favorit der Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik, weil er ein größeres Haus mit vielen verschiedenen Fachrichtungen plant. Die Bettenzahl läge jedoch unter dem ursprünglichen Plan für eine Nordsaarlandklinik von 300 Betten.

Kleinere Lösungen möglich

Die CTS hingegen, die auch die Caritasklinik auf dem Saarbrücker Rastpfuhl betreibt, möchte im Nordsaarland niedergelassene Praxen installieren, wo dann eine Basis- und auch eine Notfallversorgung angeboten werden soll. Schwerpunkt dieses Vorhabens bildet aber das Krankenhaus auf dem Rastpfuhl, weshalb dafür der Standort Lebach wegen seiner Anbindung an die A1 wahrscheinlich wäre.

Die Marienhaus möchte ihr Krankenhaus in Losheim ausbauen, und die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) plant einen Gesundheitspark bei Wadern, einhergehend mit dem Ausbau des Krankenhauses in Merzig. Dort soll es dann eine überregionale Stroke Unit zur Schlaganfallversorgung geben.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Region am Nachmittag vom 15.07.2020 berichtet.

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