Nadine Schön (Foto: CDU Saar)

"Wir brauchen eine Wahlrechtsreform"

ITW Nadine Thielen / Nadine Schön   19.08.2020 | 16:44 Uhr

Der Bundestag ist mit 709 Abgeordneten zu groß. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Es muss ein neues Wahlrecht her, damit es nicht noch mehr sind. Eine Wahlrechtsreform könnte den Wahlkreis 298 treffen, also St. Wendel, aus dem die CDU-Abgeordnete Nadine Schön stammt.

Die Wahlkreise im Saarland: Merzig-Wadern, St. Wendel, Saarpfalz-Kreis, Regionalverband Saarbrücken.
Audio [SR 3, ITW Nadine Thielen / Nadine Schön, 19.08.2020, Länge: 03:52 Min.]
Die Wahlkreise im Saarland: Merzig-Wadern, St. Wendel, Saarpfalz-Kreis, Regionalverband Saarbrücken.

Kommende Woche trifft sich der Koalitionausschuss in Berlin, also Bundeskanzlerin und Vizekanzler sowie die Partei- und die Fraktionschefs von Union und SPD. Womöglich könnten die Gespräch Folgen für das Saarland haben. Wenn Wahlkreise wegfallen, könnte es St. Wendel treffen. Nadine Schön sagt aber: Die Wahlrechtsreform muss sein. Es sei die allerletzte Chance, das noch vor den kommenden Wahlen hinzukriegen.

Wenn einer der vier Wahlkreise wegfalle, müssten alle drei neu zusammen geschnitten werden. Das geschehe nach Bevölkerungszahl und Fläche. So eine Entscheidung dürfe nicht von persönlichen Befindlichkeit abhängig gemacht werden. Entscheidend sei, dass die Wählerinnen und Wähler einen persönlichen Bezug zu den Abgeordneten hätten.

Vom SPD-Vorschlag, die Direktmandate abzuschaffen, von dem vor allem die Union profitiert, hält Nadine Schön jedoch nichts. Sie selbst ist auch per Direktmandat in den Bundestag eingezogen. Man könne doch nicht jemandem, der direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt wurde, sagen, er dürfe nicht im Bundestag sitzen. Mit der Reform der Wahlkreise habe die CDU einen Schritt auf die SPD zugemacht, nun müsse sie sich auch auf die Union zubewegen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 19.08.2020 berichtet.

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