Fahrgäste mit Maske verlassen eine Saarbahn (Foto: SR)

Wer soll das kontrollieren?

Kristin Luckhardt   28.08.2020 | 12:14 Uhr

Kontrolleure in Bussen und Bahnen sind im Saarland bisher nicht verpflichtet, zu kontrollieren, ob die Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Und Bußgelder dürfen sie schon gar nicht verhängen. Zuständig sind vielmehr die Ortspolizeibehörden.

Maskenpflicht: Wer soll kontrollieren?
Audio [SR 3, (c) SR/Nadine Thielen, 28.08.2020, Länge: 04:40 Min.]
Maskenpflicht: Wer soll kontrollieren?
Darüber hat SR-Moderatorin Nadine Thielen mit Herrmann-Josef Schmidt, dem Präsidenten des Saarländischen Städte und Gemeindetags, gesprochen.

Überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen und sich Warteschlagen bilden könnten, ist es im Saarland Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dass sich die Menschen auch an die Maskenpflicht halten, müssen nach der aktuellen Coronaverordnung die Betreiber von Wochenmärkten oder Messen, Ladenbesitzer, Krankenhäuser oder Gaststätten sicherstellen. Von der Kontrollpflicht ausdrücklich ausgenommen sind Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs. In Saarbahn und Bussen, Taxen und Passagierflugzeugen müssen sie lediglich auf die Maskenpflicht hinweisen.

Für die Durchsetzung sind die Ortspolizeibehörden zuständig – also die Ordnungsämter. Sie sind es zum Beispiel auch, die kontrollieren, ob sich die Menschen an die Quarantäneregeln und an die Regeln für Veranstaltungen halten. Wer eine Familienfeier mit mehr als 20 Teilnehmern plant, muss das vorher beim zuständigen Ordnungsamt anmelden. Nach den gestern vereinbarten verschärften Regelungen dürfte auf die künftig noch mehr Arbeit zukommen.


Wo gilt überhaupt die Maskenpflicht?

  • im öffentlicher Personenverkehr, auch im Wartebereich
  • auf Messen, Jahr- und Wochenmärkten
  • in Supermärkten und allen Arten von Geschäften
  • für Besucher in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und Pflegeheimen
  • in Arztpraxen
  • für Kunden bei der Erbringung körpernaher Dienstleistungen, zum Beispiel bei Frisören
  • für Personal in der Gastronomie und Hotels


Weitere Informationen

Einheitliche Regelung
Mindestens 50 Euro Bußgeld bei Maskenpflicht-Verstoß
Bund und Länder haben sich auf eine gemeinsame Linie beim Bußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht in Corona-Zeiten geeinigt. Mindestens 50 Euro Strafe sollen Menschen zahlen, die den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz nicht tragen. Ministerpräsident Hans zeigte sich mit dem Ergebnis des Bund-Länder-Gesprächs zufrieden.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 28.08.2020 berichtet.

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