Justizia (Foto: Pixabay/WilliamCho)

Lothringer Bergleute erstreiten Grundsatzurteil

Lisa Huth   12.09.2019 | 12:45 Uhr

Die früheren lothringischen Bergleute haben am 11. September in Paris einen großen Sieg errungen. Der so genannte „Kassationsgerichtshof“ hat entschieden: Es reiche allein das Risiko, krebserregenden Stoffen ausgesetzt gewesen zu sein, um eine Entschädigung erstreiten zu können.

"Jeder Arbeitnehmer, der krebserregenden Stoffen ausgesetzt war, kann klagen"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Nadine Thielen/Lisa Huth, 12.09.2019, Länge: 02:44 Min.]
"Jeder Arbeitnehmer, der krebserregenden Stoffen ausgesetzt war, kann klagen"
Im Kollegengespräch erläutert SR-Frankreich-Reporterin Lisa Huth, worum es konkret geht.

Sechs lange Jahre haben 732 Bergleute aus Lothringen vor Gericht für ihre Sache gekämpft. Am 11. September haben sie den Kampf gewonnen. Das Kassationsgericht in Paris hat alle vorher gehenden Urteile aufgehoben und entschieden: Jeder Arbeiter und jede Arbeiterin, die nachweislich toxischen Stoffen ausgesetzt waren, können vor Gericht ziehen und eine Entschädigung verlangen. Ein Grundsatzurteil.

Die lothringischen Bergleute können nun weiter gehen vor Gericht. Die nächste Etappe für sie ist nun die Klage um Entschädigung vor einem Gericht in Nordfrankreich.

Ein Thema in der "Region am Mittag" am 12.11.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

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