Verkehrsunfall auf der Lebacher Straße (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Gutachten zu LKW-Verkehr in Saarbrücken verzögert sich

Eva Lippold   29.01.2020 | 21:24 Uhr

Seit über einem Jahrzehnt kämpfen Saarbrücker Anwohner gegen den Durchgangsverkehr von LKW. Die Stadt hat im vergangenen Jahr eingelenkt und will ein mögliches Verbot prüfen. Das für die Prüfung benötigte Gutachten lässt aber auf sich warten.

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Anwohner in Saarbrücken müssen weiter auf Verkehrsberuhigung warten
Audio [SR 3, Eva Lippold, 29.01.2020, Länge: 03:08 Min.]
Anwohner in Saarbrücken müssen weiter auf Verkehrsberuhigung warten

Eigentlich hätte das 70.000 Euro teure Gutachten zum LKW-Verkehr in Saarbrücken bereits vergangenen Herbst vorliegen sollen. Auf SR-Anfrage teilte die Stadt am Mittwoch mit, dass es erst im kommenden Herbst abgeschlossen sein wird. Einen Grund für die Verzögerung nannte die Stadt Saarbrücken nicht.

Das Gutachten soll als Entscheidungsgrundlage für ein Verbot dienen, das die Lastwagen aus der Stadt verbannt, die Saarbrücken nur auf der Durchreise passieren. Ziel ist es, einerseits die Anwohner an den betroffenen Stellen zu entlasten, Anwohner an Ausweichrouten aber nicht zusätzlich zu belasten.

Ein solches Verbot fordern die Anwohner am Rastpfuhl, wo auf der Lebacher Straße täglich etwa 800 LKW durch das Wohngebiet rollen, seit zehn Jahren. Für diesen Wunsch habe die Stadt Verständnis. Auch die SPD-Stadtratsfraktion fordert vehement das Verbot, das sie in ihrer eigenen Regierungszeit nicht umgesetzt hat.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 29.01.2020 berichtet.

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