Letzte Generation. Blockadeaktion in Saarbrücken (Foto: SR)

Polizei verhindert Protest der "Letzten Generation"

mit Informationen von Jürgen Rinner   28.02.2023 | 13:30 Uhr

Eine Protestaktion der radikalen Umweltschutzbewegung "Letzte Generation" ist am Dienstagmorgen in Saarbrücken schnell unterbunden worden. Die Polizei verhinderte, dass sich einer der Teilnehmer auf der Fahrbahn festkleben konnte. Die Aktivisten erwarten nun mehrere Strafverfahren.

Am Dienstagmorgen haben Klimaaktivisten der "Letzten Generation" in Saarbrücken eine Straße blockiert. Zwei Männer und eine Frau stellten sich mit Transparenten auf die Abfahrt Malstatt der Autobahn 620 gegenüber der Hochschule für Technik und Wirtschaft, ein weiterer Aktivist filmte die Aktion.

Video [aktueller bericht, 28.02.2023, Länge: 2:03 Min.]
Vereitelte Protestaktion der „Letzten Generation“

Festkleben misslang

Die Polizei war nach wenigen Minuten mit mehreren Einsatzkräften vor Ort. Ein Protestler versuchte, sich auf der Straße festzukleben, was jedoch nicht gelang. Die Polizei konnte die Blockade schnell räumen und erteilte den Aktivisten einen Platzverweis.

Nach eigenen Angaben kommen zwei der Personen aus Saarbrücken, eine aus Stuttgart und eine aus Mannheim. Sie seien Künstler und Wissenschaftler. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen, so dass sich der Verkehr nur kurze Zeit auf die A620 zurückstaute.

Die Umweltaktivisten erwarten nun laut Polizei mehrere Strafverfahren - unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. "Ich weise nachdrücklich darauf hin, dass solche Blockadeaktionen sehr schnell das Potenzial haben, in gefährliche Situationen für andere Verkehrsteilnehmende zu münden, zum Beispiel Rückstau auf der Autobahn", sagte Landespolizeipräsident Norbert Rupp.

Erster Protest der "Letzten Generation" im Saarland
Audio [SR 3, Moderation: Gerd Heger, 28.02.2023, Länge: 03:41 Min.]
Erster Protest der "Letzten Generation" im Saarland

Forderungen der Initiative

Zuletzt hatten Aktivisten der "Letzten Generation" in mehreren deutschen Städten für einen besseren Klimaschutz protestiert. Die Bewegung fordert die Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets, ein Tempolimit von 100 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen sowie die Einberufung eines Gesellschaftsrats zu der Frage, wie bis 2030 Nullemissionen erreicht werden können.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.02.2023 berichtet.


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