Schüler hebt den Finger im Unterricht (Foto: picture alliance / Armin Weigel/dpa)

"Es wird geredet, aber es folgen keine Taten"

Interview: Renate Wanninger/ Birgit Jenni   11.10.2018 | 16:30 Uhr

Der Unterricht läuft nicht planmäßig, Stunden fallen aus. Es gibt zu wenige Lehrer, da hilft auch die Lehrer-Feuerwehr nicht wirklich. Zwar hat sich in letzter Zeit einiges getan, aber es fehlt an Lehrer-Nachwuchs. Dazu im SR 3-Interview: Birgit Jenni, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Saarland (GEW).

Bei der Tagung der Kultusministerkonferenz am 11. und 12. Oktober in Berlin geht es unter anderem auch um den Lehrermangel in Deutschland. Der deutsche Lehrerverband hat dazu Zahlen vorgelegt. Zu Beginn des aktuellen Schuljahres hätten rund 40.000 Lehrkräfte gefehlt. Rund 30.000 Stellen hätten nach Angaben des Lehrerverbandes durch Seiteneinsteiger besetzt werden können, aber es bliebe immer noch ein Defizit 10.000, sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meininger.

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Interview: "Es wird geredet, aber es folgen keine Taten"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger/Birgit Jenni, 11.10.2018, Länge: 02:06 Min.]
Interview: "Es wird geredet, aber es folgen keine Taten"

Im Saarland sind vor allem die Grund-, Berufs- und Förderschulen von Lehrermangel betroffen. Wie die Situation konkret im Saarland aussieht, darüber spricht die Vorsitzende der GEW Saarland, Birgit Jenni, im Telefoninterview.


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Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Nachmittag" am 11.10.2018 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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