Meatallindustrie (Foto: SR)

Lage in der Metall- und Elektroindustrie bleibt schwierig

Karin Mayer   06.10.2020 | 15:16 Uhr

Die wirtschaftliche Lage in der Metall- und Elektroindustrie im Saarland bleibt schwierig. Sowohl der Umsatz, als auch der Auftragseingang liegen weit unter dem Vorjahr. Das geht aus einer Umfrage des Arbeitgeberverbandes MESaar hervor.

Lage in der Metall- und Elektroindustrie bleibt schwierig
Audio [SR 3, Karin Mayer, 06.10.2020, Länge: 00:47 Min.]
Lage in der Metall- und Elektroindustrie bleibt schwierig

Die Lage in der saarländischen Metall- und Elektroindustrie bleibt schwierig. Zwar hat sich die Kapazitätsauslastung in der Industrie von Juni auf September verbessert. Entscheidend ist aber: Die Umsätze liegen deutlich unter dem Vorjahr.

Während 2019 der monatliche Durchschnitts-Umsatz bei rund 1,6 Milliarden Euro lag, so erreicht die Industrie im laufenden Jahr nur noch 1,2 Milliarden Euro Umsatz pro Monat. Arbeitgeberpräsident Oswald Bubel sagte dem SR, die wirtschaftliche Lage werde sich voraussichtlich nicht vor Ende 2021 verbessern. Global werde die Erholung noch weit länger dauern.

Unternehmen planen Personalabbau

Kurzarbeit bleibe deshalb weiter ein wichtiges Instrument. Dennoch planen laut Umfrage bereits 40 Prozent der befragten Industrieunternehmen im Saarland Personalabbau. Grund sei die fehlende Aussicht, das Vorjahresniveau wieder zu erreichen.

Der Arbeitgeberverband MESaar erwartet, dass die Saarwirtschaft wegen der starken Exportabhängigkeit härter von der Krise getroffen wird. Eine Beteiligungsgesellschaft des Landes hält Oswald Bubel aber für unnötig. Dem SR sagte er, mit der Saarländischen Investitions- und Kreditbank SIKB und des Saarländischen Wagnisfinanzierungsgesellschaft SWG gebe es bereits zwei Institutionen, die dafür zuständig seien.

Ein Thema in der "Rundschau" am 06.10.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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