Martin Silvanus beim Verteilen der Rosen (Foto: SR/Lena Schmidtke)

Rosen für die Grenzgänger

Lena Schmidtke/ Onlinefassung: Jessica Sproß   03.03.2021 | 16:49 Uhr

An der deutsch-französischen Grenze bei Niedaltdorf will man ein Zeichen setzen: Mit der Verteilung von Rosen an Grenzgänger. Seit Dienstag gilt nämlich das Département Moselle als Virusvariantengebiet und die Einreise nach Deutschland ist nur noch mit einem negativen Corona-Test möglich.

Kundgebung an der deutsch-französischen Grenze wegen der Einreiseverschärfungen
Audio [SR 3, Lena Schmidtke, 03.03.2021, Länge: 03:36 Min.]
Kundgebung an der deutsch-französischen Grenze wegen der Einreiseverschärfungen

Aufmerksam machen auf die ernste Lage - das war der Gedanke der Kundgebung an der deutsch-französischen Grenze bei Niedaltdorf. Gut 100 Menschen, sowohl Deutsche als auch Franzosen, waren hierzu zusammen gekommen. Sie wollen sich für die deutsch-französische Freundschaft solidarisch zeigen.

Als Zeichen dafür verteilten sie Rosen an alle Autofahrer und Radfahrer, die die Grenze passierten. Die Aktion wurde von Martin Silvanus, dem ehemaligen Bürgermeister von Rehlingen-Siersburg ins Leben gerufen. Er sagt: „Die Rosen sollen zum Ausdruck bringen: Wir hier, die Menschen der lothringisch-saarländischen Heimat sagen stets ´Herzlich Willkommen, Bienvenu´ - das ist für uns wichtig“.

Er und auch die anderen, die hier zusammen gekommen sind, sehen die Testpflicht sehr kritisch.

Reaktionen auf die Einreisebestimmungen aus dem Département Moselle
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 03.03.2021, Länge: 03:00 Min.]
Reaktionen auf die Einreisebestimmungen aus dem Département Moselle

Stärkung der deutsch-französischen Freundschaft

An der deutsch-französischen Freundschaft wäre so lange dran gearbeitet worden und das würde mit einem Schlag nochmal alles zunichte gemacht werden, diese Kritik äußert eine Teilnehmerin der Kundgebung.

Denn das Leben spielt sich auf beiden Seiten der Grenze ab. Von Niedaltdorf ist es ein Katzensprung nach Frankreich: Die Menschen pendeln unter anderem zum Einkaufen oder einfach zum Besuchen sowie um einen Spaziergang zu machen.

Martin Silvanus bestätigt, man habe die Grenze bei Niedaltdorf die letzten Jahre gar nicht gemerkt. Gleichzeitig bedauert er: „Jetzt kommt nochmal so eine Barriere, eine Schranke“. Diese Schranke sollen die Rosen etwas auflockern und die deutsch-französische Freundschaft nochmal stärken. Bei den Autofahrern kam diese Aktion auch sichtlich sehr gut an.


Hintergrundinformationen

Übersicht
Das gilt beim deutsch-französischen Grenzübertritt
Seit dem 02. März gilt das Département Moselle offiziell als Virusvariantengebiet und damit gelten neue Regeln beim Grenzverkehr zwischen Frankreich und dem Saarland.

Thema in der "Region am Nachmittag" am 03.03.2021 auf SR 3 Saarlandwelle.

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