Geldscheine in einem Geldbeutel (Foto: picture alliance/Frank Kleefeldt/dpa)

Kritik an großen Feiern zum Amtswechsel

Thomas Gerber   13.09.2019 | 13:01 Uhr

Der Bund der Steuerzahler hat zur Mäßigung bei den bevorstehenden Amtswechseln in zahlreichen saarländischen Rathäusern gemahnt. Angesichts knapper Kassen könnten sich die Kommunen keine großen Feiern mehr leisten.

Christof Walter, Landeschef des Steuerzahlerbundes, sagte dem SR, Feierlichkeiten im kleineren Kreis der Verwaltung seien sicherlich angemessen. Größere Veranstaltungen mit Hunderten Gästen seien jedoch nicht mehr zeitgemäß. Die Veranstaltung zum Amtswechsel in Saarbrücken bezeichnete er als übertrieben.

500 Gäste bei Conradts Amtsantritt

Der neue Saarbrücker CDU-Oberbürgermeister Uwe Conradt plant zu seinem Amtsantritt am 1. Oktober eine größere Veranstaltung im E-Werk. Dazu werden nach Angaben der Stadt rund 500 Gäste aus Politik, von Vereinen und Institutionen sowie Privatpersonen erwartet, „welche sich maßgeblich bei der Entwicklung der Stadt einbringen“. Für die dreistündige Veranstaltung rechnet die Stadt mit Kosten von bis zu 25.000 Euro.

Auch Conradts Vorgängerin Charlotte Britz hatte ihren Amtsantritt als Oberbürgermeisterin vor 15 Jahren mit rund 500 Gästen gefeiert. Damals entstanden der Stadt Kosten von 18.500 Euro.

Zum offiziellen Amtswechsel in Neunkirchen am 30. September sind rund 500 Personen in die Neue Gebläsehalle eingeladen. Über die Kosten machte die Neunkircher Stadtverwaltung keine Angaben.

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