Symbolbild: Karstadt übernimmt Kaufhaus (Foto: Harald Tittel/dpa)

Kaufhof-Beschäftigte kämpfen um ihre Zukunft

Karin Mayer   15.04.2019 | 08:36 Uhr

Was der Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt für die Standorte und Filialen in der Region bedeutet , ist auch nach mehrtägigen Verhandlungen des Gesamtbetriebsrats mit der Unternehmensleitung unklar.

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Kaufhof-Beschäftigte kämpfen um ihre Zukunft
Audio [SR 3, Karin Mayer, 15.04.2019, Länge: 03:55 Min.]
Kaufhof-Beschäftigte kämpfen um ihre Zukunft

Auch nach mehrtägigen Verhandlungen des Gesamtbetriebsrats mit der Unternehmensleitung sei unklar, was die Fusion von Karstadt und Kaufhof für sei bedeute, sagte Kaufhof-Gesamtbetriebsratsmitglied Bernd Schweig dem SR. Die Sorge, dass Standorte geschlossen werden, gehe in der Belegschaft um. Vor allem jüngere Mitarbeiter seien bereit, Kaufhof  für einen sicheren Arbeitsplatz zu verlassen. Noch immer sei unklar, wie das Unternehmen den angekündigten Personalabbau von 2600 Stellen bundesweit umsetzen wolle. Es habe Informationsveranstaltungen für den Gesamtbetriebsrat gegeben, wirkliche Klarheit fehle weiterhin.  

Der Gesamtbetriebsrat hat ausgehandelt, dass den Beschäftigten aus der Kaufhof-Zentrale freiwerdende Stellen in der Karstadt-Zentrale geboten werden sollen. Das sei aber nur ein erster Schritt. Der Arbeitgeber fordere eine einheitliche Tarifstruktur für beide Warenhäuser.

Weil bei Karstadt seit Jahren Zukunftstarifverträge gelten, verdienen die Mitarbeiter bei Kaufhof derzeit bis zu 300 Euro mehr. 

Die Gewerkschaft verdi fordert eine Standort- und Beschäftigungssicherung für Kaufhof und Karstadt. Alex Sauer von Verdi Rheinland-Pfalz-Saarland sagt dem SR, die Gewerkschaft werde die Einkommen im Blick behalten. Die Belegschaft wolle sich nicht einfach in die Tasche greifen lassne.  

Im Saarland haben die drei Warenhäuser in Saarbrücken und Neunkirchen insgesamt rund 370 Mitarbeiter. Die Betriebsräte von Kaufhof und Karstadt in Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben sich in den letzten Tagen zum Erfahrungsaustausch getroffen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 15.04.2019 berichtet.