Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine (Foto: dpa / picture alliance / AP / Sergei Grits)

"Es zeigt, dass die Ukraine ein demokratisches Land ist"

Interview: Frank Hofmann mit Sabine Stöhr zur Wahl in der Ukraine   22.07.2019 | 07:35 Uhr

Drei Monate nach der Wahl des ehemaligen Film- und Fernsehstars Wolodymyr Selenskyj zum Präsidenten ist auch seine Partei "Diener des Volkes" jetzt klar als Siegerin aus den gestrigen Parlamentswahlen hervorgegangen. Somit bekommt der neue Präsident im Parlament Rückenddeckung für seine Politik. Ein Gespräch mit ARD-Korrespondentin Sabine Stöhr, die die Wahl in der ukrainischen Hauptstadt Kiew verfolgt hat.

Die Ukraine habe sich für ein politisches Experiment entschieden, sagt Sabine Stöhr. Fast die ganze alte Abgeordnetenriege werde aus dem Parlament geschmissen, die neue habe kaum politische Erfahrung.

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"Es zeigt, dass die Ukraine ein demokratisches Land ist"
Audio [SR 3, Interview: Frank Hofmann / Sabine Stöhr, 22.07.2019, Länge: 03:40 Min.]
"Es zeigt, dass die Ukraine ein demokratisches Land ist"

Das sei natürlich riskant, es bestehe die Gefahr, dass die politischen Neulinge sich in Fallstricken verheddern, auch in der Außenpolitik. Was den Krieg im Osten der Ukraine angehe, habe Selenskyi Putin bereits angerufen. Putin habe sich nicht abgeneigt gezeigt, aber gesagt, erst mal den Herbst abwarten zu wollen.

Was das Minsker Abkommen angeht, seien die westlichen Länder froh, dass Wolodymyr Selenskyj sich dazu bekannt hat. Allerdings wolle er sich das erst mal genau durchlesen. Also: Viele Aufgaben, viele Herausforderungen für den neuen Präsidenten, die Mehrheit im Parlament steht aber jetzt hinter ihm.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 22.07.2019 berichtet.

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