Foto: Ein Bild mit der Aufschrift "CO2" hängt an einem Baum (Foto: dpa)

"Für CO2-Steuer, gegen eine zusätzliche Belastung"

Frank Hofmann im Interview mit Thomas Engelke von der Verbraucherzentrale Bundesverband   12.07.2019 | 10:52 Uhr

Wie die CO2-Steuer aussehen wird, ist noch nicht klar. Dass sie aber kommen soll, steht offenbar fest. Heute hat der Rat der Wirtschaftsweisen in Berlin sein Gutachten dazu vorgelegt. Die Verbraucherzentrale fände eine Abgabe gut, obwohl sie den Verbraucher doch mehr Geld kostet. Dazu im SR-Interview Thomas Engelke, zuständig für den Bereich Energie und Bauen im Verbraucherzentrale-Bundesverband.

Die Verbraucherzentrale, so Thomas Engelke, habe vor kurzem eine Umfrage durchgeführt. Zwei Drittel der Befragten hätten sich dabei für eine CO2-Steuer für fossile Energien ausgesprochen. Voraussetzung sei aber, dass die Einnahmen nicht im Staatshaushalt verblieben oder an die Industrie gingen, sondern wieder an die privaten Verbraucher zurückgezahlt werden. Ein solcher Rückfluss könne in Form einer Klima-Dividende oder eines Klimaschecks geschehen, den alle Haushalte einmal im Jahr bekommen.

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Interview: "Für CO2-Steuer, gegen zusätzliche Belastung der Verbraucher"
Audio [SR 3, Frank Hofmann , 12.07.2019, Länge: 03:37 Min.]
Interview: "Für CO2-Steuer, gegen zusätzliche Belastung der Verbraucher"

Keine Mehrbelastung der Verbraucher

Auf der anderen Seite müssten die Verbraucher etwas mehr zahlen, die fossile Energien benutzen. Insgesamt aber sollten die Verbraucher nicht mehr belastet werden. Das mache die Verbraucherzentrale nicht mit.

Für den ländlichen Bereich wie im Saarland brauche es eine Härtefallregelung. Auch für Haushalte mit geringem Einkommen, etwa die Krankenschwester, die jeden Tag 50 Kilometer ins Krankenhaus pendeln müsse, oder den Rentner oder die Rentnerin, die im unsanierten Haus mit einer alten Ölheizung wohnten.

Umweltministerin Svenja Schulze hat bereits ein Konzept für eine CO2-Steuer vorgelegt. Dem folgte am 9. Juli ein Gutachten des Bundesverbands der Energie und Wasserwirtschaft und am 12. Juli ein Gutachten der Wirtschaftsweisen.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 12.07.2019 berichtet.

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