Teilnehmer einer Mahnwache anlässlich des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) (Foto: picture alliance/Swen Pförtner/dpa)

"Seit dem Mordfall Lübcke sind viele Politiker aufgeschreckt"

Interview Michael Friemel / Olaf Sundermeyer   16.06.2020 | 07:57 Uhr

Vor dem Oberlandesgericht beginnt am 16. Juni der Prozess um den Mord an Walter Lübcke. Der Kasseler Regierungspräsident und CDU-Politiker war vor einem guten Jahr erschossen worden. Angeklagt sind zwei Deutsche. Die Tat gilt als erster rechtsextremer Mord an einem deutschen Politiker in der Geschichte der Bundesrepublik.

Für den Journalisten, Autor und Rechtsextremismus-Experten Olaf Sundermeyer ist entscheidend, ob die Mordanklage gegen Stefan E. und eine Anklage wegen Beihilfe zum Mord gegen den mutmaßlichen Helfer vor Gericht durchkommt. Das Gericht müsse den Nachweis erbringen. Die zweite Frage sei, wieso es dem Verfassungsschutz in Hessen die beiden sowie deren Radikalisierung über Jahre aus dem Blick verloren hatte.

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Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Guten Morgen" auf SR 3 Saarlandwelle am 16.06.2020 berichtet.

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