Anke Rehlinger (SPD) (Foto: SR/Pasquale D'Angiolillo)

"Was wir brauchen, ist eine Zukunftsperspektive"

Interview mit Anke Rehlinger zur Stahlkrise

Interview Dorothee Scharner   02.10.2019 | 15:11 Uhr

Während die Stahlarbeiter vor dem Landtag um ihre Arbeitsplätze kämpfen, wird in der Politik gepokert. Die saarländische Landesregierung fordert vom Bund milliardenschwere Investitionen. SR-Moderatorin Dorothee Schanrer hat mit der saarländischen Wirtschaftsministerin Rehlinger, SPD, darüber gesprochen.

Die saarländische Wirtschaftsministerin Rehlinger sagte als Reaktion auf das Interview mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier mit dem SR, am Standort Saarland müssten möglichst viele Stahlarbeitsplätze erhalten bleiben. Sie warf Altmaier vor, alles lapidar wegzuwischen.

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Interview: "Was wir brauchen ist eine Zukunftsperspektive"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner / Anke Rehlinger, 02.10.2019, Länge: 04:58 Min.]
Interview: "Was wir brauchen ist eine Zukunftsperspektive"

Rehlinger hatte Altmaier als zuständigen Fachminister angeschrieben und um eine Lösung gebeten. Altmaier hatte darauf hingewiesen, dass der Bundesfinanzminister der richtige Ansprechpartner sei. Rehlinger sagte, sie habe das Schreiben sowohl an den Finanz-, und Außenminister als auch die Umweltministerin gerichtet.

"Blanke Angst"

Sie wolle kein parteipolitisches Scharmützel betreiben. Die Wirtschaftsministerin war am Vortag bei der Belegschaftsversammlung von Saarstahl gewesen. Das was sie nun unternehme, habe nichts mit Parteipolitik zu tun, sondern mit der "blanken Angst" von Saarländerinnen und Saarländern, die alle in Sorge seien.

Die Gelder wie etwa die Strukturhilfen, die das Saarland erhalten habe, seien keine Geschenke gewesen und auch nicht vom Himmel gefallen. Sie, Rehlinger, habe auch da mächtig auf die "Pauke" gehauen. Sie sei bereit, mit jedem zu kämpfen. "Und wenn ich mich dafür mit einem Bundeswirtschaftsminister anlegen muss, ist mir das wurscht."

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Region am Nachmittag" auf SR 3 Saarlandwelle am 02.10.2019 berichtet.

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