Reinhold Jost im Studio  (Foto: SR)

Reinhold Jost: "Ma wolle se schnäägisch mache"

Karin Mayer im Gespräch mit Umweltminister Reinhold Jost / Onlinefassung: Raphael Klein   14.01.2019 | 16:55 Uhr

In diesem Jahr startet der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" zum 26. Mal. Er soll die Dörfer in der Region stärken. Doch die Bewerbungen zum Wettbewerb sind rückläufig. Im SR 3-Interview wirbt der zuständige Umweltminister Reinhold Jost (SPD) für das Projekt und spricht über den Wandel, den der Wettbewerb erlebt habe.

Audio

Reinhold Jost: "Ma wolle se schnäägisch mache"
Audio [SR 3, Interview: Karin Mayer / Reinhold Jost, 14.01.2019, Länge: 03:31 Min.]
Reinhold Jost: "Ma wolle se schnäägisch mache"

Die Freunde in der Nähe, den Bäcker um die Ecke, zu Fuß zum Verein oder zur Grundschule - all das gehört zu den Vorteilen einer Dorfgemeinschaft. Seit vielen Jahren möchte der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" diese Strukturen stärken. Doch die Bewerberzahlen sind gesunken. Das Projekt habe jedoch einen Wandel hin zu mehr Zukunftssicherung erlebt, sagt Umweltminister Reinhold Jost und erklärt im SR-Interview, warum eine Teilnahme sich lohne.

Höhere Förderquote für mehrfache Teilnehmer

Die Bewerbungsfristen für "Unser Dorf hat Zukunft" laufen bereits. Mit verbesserten Beratungen seitens des Ministeriums und mit einer höhere Förderquote für mehrfache Teilnehmer wolle man den Wettbewerb noch attraktiver machen, so Jost. Dabei stünden die zusätzlichen finanzellen Möglichkeiten für die Dörfer genauso im Vordergrund wie die Aktivierung von Ehrenamtlichen vor Ort.

"Zukunftssicherung des Ortes im Blick haben"

Die Sieger von "Unser Dorf hat Zukunft"  (Foto: SR)
Oberesch - Sieger von "Unser Dorf hat Zukunft" 2018

Während der Wettbewerb zu Beginn mehr auf Folklore und Verschönerungen des Dorfes gesetzt habe, so habe man nun die Zukunftsicherung, die Vereinsförderung und Daseinsfürsorge der Ortsgemeinschaft im Blick, so Jost. Darin habe man schon Erfolge erzielt: Zum Beispiel in Bietzen oder Hof, wo nachhaltige Projekte und Modelle entstanden seien. Der Wettbewerb habe auch für ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der teilnehmenden Orte gesorgt und Menschen für ein ehrenamtliches Engagement neu begeistern können, findet Jost.

Sonderpreis "Miteinander leben"

Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr der Sonderpreis "Miteinander leben" ausgeschrieben. Hier werden herausragende soziale Projekte ausgezeichnet werden - zum Beispiel im Bereich Pflege, Integration oder Inklusion. Mit dieser Auszeichnung wolle man Potenziale und Ideen vor Ort wecken und Lust auf soziales Engagement aktivieren, so Jost.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" vom 14.01.2019 auf SR 3 Saarlandwelle.

Artikel mit anderen teilen