Fähnchen der CDU (Foto: picture alliance / dpa | Jonas Güttler)

"Wir brauchen jetzt eine schnelle und breite Beteiligung unserer Basis"

Interview: Markus Uhl, Generalsekretär der CDU Saar und Mitglied im Bundestag

Interview: Renate Wanninger   02.11.2021 | 16:30 Uhr

Neue Gesichter, klare Inhalte und mehr Frauen an der Spitze – die CDU will sich neu aufstellen. Die Forderungen dazu kommen aus den eigenen Reihen. Die Laschet-Nachfolge soll nun über eine Mitgliederbefragung geklärt werden. Dazu im SR-Interview: Markus Uhl, Generalsekretär der CDU Saar und Mitglied im Bundestag.

Die Kreis- und Bezirksvorsitzenden der CDU hatten sich in der letzten Oktoberwoche in Berlin getroffen und sich für eine Mitgliederbefragung zum künftigen Parteivorsitz ausgesprochen. Auch der Bundesvorstand hat sich jetzt dafür entschieden: Es soll eine Mitgliederbefragung zur Laschet-Nachfolge geben. Für Markus Uhl, Generalsekretär der CDU Saar und Mitglied im Bundestag, ist das der richtige Weg.

Markus Uhl: "Wir brauchen jetzt eine schnelle und breite Beteiligung unserer Basis"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger, 02.11.2021, Länge: 03:51 Min.]
Markus Uhl: "Wir brauchen jetzt eine schnelle und breite Beteiligung unserer Basis"
SR-Interview mit Markus Uhl, Generalsekretär der CDU Saar und Mitglied im Bundestag.

Das Delegiertenprinzip sei zwar ein gutes und bewährtes Prinzip, in der derzeitigen Situation, in der sich die Partei derzeit befinde, sei es aber richtig zu sagen "wir führen einmal eine Mitgliederbefragung durch", so Uhl. In der aktuellen Lage sei es sinnvoll und richtig, "ganz breit unsere Basis zu beteiligen, wer denn der neue Vorsitzende unserer Partei werden soll."

Der geplante Ablauf

Die Mitgliederbefragung soll in drei Phasen erfolgen, sagt Uhl. "Die erste Phase ist die Nominierungsphase. Die startet am kommenden Samstag (6. November) und soll bis zum 17. November gehen." Die vorschlagsberechtigen Gremien könnten in dieser Phase dann Kandidaten vorschlagen. Daran anschließend werde es bis Anfang Dezember eine Vorstellungsphase geben. In dieser Phase könnten sich die Kandidaten dann digital und auch in Präsenzveranstaltungen vor Ort vorstellen. Im Anschluss folge dann die Abstimmungsphase, die sowohl analog als auch digital stattfinden werde. "Ich denke, wir haben dann am 17. Dezember auch das Ergebnis und idealerweise auch einen neuen Bundesvorsitzenden", so Uhl.

Parteitag im Januar

Der CDU-Parteitag soll dann am 21. und 22. Januar in Hannover stattfinden. Uhl hätte sich auch einen Termin noch in diesem Jahr vorstellen können, "aber mit dem Januar-Termin können wir auch noch ganz gut leben." Wichtig sei jetzt vor allem, dass die CDU zu ihrer alten Geschlossenheit zurückfinde und sich auf die politischen Themen konzentrieren könne.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 02.11.2021 auf SR 3 Saarlandwelle

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