Eine Prostituierte liegt im Bordell auf einem Bett. (Foto: dpa)

"Das Recht konsequent anwenden"

Interview: Thomas Schmitt, Ordnungsdezernent der Stadt Trier, zu Bordellschließungen

Interview: Renate Wanninger   06.07.2020 | 16:45 Uhr

In der Stadt Trier erhalten mehrere Bordelle keine Betriebserlaubnis mehr, weil sie das Prostituiertenschutzgesetz nicht erfüllen. Thomas Schmitt ist der Ordnungsdezernent der Stadt und er sagt: "Mein Ziel war es nicht, speziell Bordelle zu schließen, sondern ich versuche, konsequent das Recht anzuwenden."

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Ordnungsamt Trier: "Das Recht konsequent anwenden"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger, 06.07.2020, Länge: 06:31 Min.]
Ordnungsamt Trier: "Das Recht konsequent anwenden"
In der Stadt Trier erhalten mehrere Bordelle keine Betriebserlaubnis mehr, weil sie das Prostituiertenschutzgesetz nicht erfüllen. Thomas Schmitt ist der Ordnungsdezernent der Stadt und er sagt: "Mein Ziel war es nicht, speziell Bordelle zu schließen, sondern ich versuche, konsequent das Recht anzuwenden."

Wenn die Zuverlässigkeit der Betreiber nicht gewährleistet sei, dann könne ein Bordell nicht genehmigt werden, sagt Ordnungsdezernent Thomas Schmitt. Und das bedeute: "Die Frauen müssen selbstbestimmt arbeiten können, und wenn das nicht gewährleistet ist, kann man jemandem auch nicht die Zuverlässigkeit attestieren."

Es gehe nicht darum, der Prostitution in der Stadt komplett den Boden zu entziehen oder sie in die Illegalität abzudrängen. Es gebe in der Stadt Trier immer noch 100 rechtmäßige Bordellplätze. "Das ist für eine Stadt mit 115.000 Einwohnern immer noch sehr üppig." Es gehe darum, dem Schutzgedanken des Prostituiertenschutzgesetzes weitestgehend nachzukommen, sagt Schmitt.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 06.07.2020 auf SR 3 Saarlandwelle

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