Baumhäuser werden im Hambacher Forst geräumt (Foto: dpa/Christophe Gateau)

Kohlekraftwerke könnten bis 2038 geschlossen werden

Interview: Frank Hofmann/Nina Barth, ARD-Hauptstadtstudio   17.09.2018 | 08:41 Uhr

Umweltaktivisten, die von Polizisten weggetragen werden, Baumhäuser im Hambacher Forst, die abgerissen werden, Nerven, die blank liegen. Mehrere tausend Menschen haben sich auch am Wochenende gegen die Rodung des Waldstückes für den Braunkohleabbau protestiert. Am Dienstag tagt die von der Bundesregierung eingesetzte Kohle-Kommission. Und Greenpeace fordert nun, die Rodung im Hambacher Forst müsse dürfe nicht weitergehen, bevor die Kommission Ergebnisse liefert.

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Kohlekraftwerke könnten bis 2038 geschlossen werden
Kohlekraftwerke könnten bis 2038 geschlossen werden
SR 3-Moderator Frank Hofmann spricht mit Nina Barth aus dem ARD-Hauptstadtstudio über die aktuellen Entwicklungen.

Überraschenderweise sind schon jetzt Pläne für den Kohleausstieg, über den die Kohlekommission berät, durchgesickert. Kommissionsmitglied Roland Profallo hat laut Spiegel angedeutet, dass die letzten Kraftwerke zwischen 2035 und 2038 abgeschaltet werden sollen. Der Vorschlag stößt aber auf heftige Kritik, weil er scheinbar nicht mit der Kommission abgestimmt ist, erklärt im SR 3-Interview Nina Barth aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Thema bei der Kommissionssitzung am Dienstag wird indirekt auch der Hambacher Forst sein, denn dieser Wald sei mittlerweile zu einem Symbol für den Widerstand gegen den Braunkohleabbau geworden.


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Über dieses Thema wurde auch in Guten Morgen am 17.09.18 berichtet.

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