Interview: "Die Industrie im Saarland ist nicht Teil des Problems, sondern der Lösung"

"Die Industrie im Saarland ist nicht Teil des Problems, sondern der Lösung"

Interview: Dorothee Scharner   25.04.2019 | 12:15 Uhr

Seit über einem Jahrhundert ist der 1. Mai der Demonstrationstag der Gewerkschaften. In diesem Jahr soll bei der Kundgebung im Saarland das Thema Stahl verstärkt im Mittelpunkt stehen. Der Stahlindustrie werde durch die strengen CO2-Vorgaben das Leben wirklich schwer gemacht, sagt Stephan Ahr, Konzern-Betriebsratsvorsitzender von Saarstahl, im SR-Interview.

Dass die Gewerkschaften im Saarland das Thema Stahl in den Fokus stellen, hält Stephan Ahr, Konzern-Betriebsratsvorsitzender von Saarstahl, für gut und wichtig. Es gehe darum, ein Zeichen gegen einen "industriepolitischen Suizid" zu setzen. Man versuche in der saarländischen Stahlindustrie, die C02-arme Produktion auf ein Maximum auszubauen. Dazu brauche es aber Zeit und auch finanzielle Unterstützung, sagt Ahr. Er sieht die saarländische Stahlindustrie nicht als Teil des Problems. Sie sei vielmehr Teil der Lösung, da hier im Vergleich zu vielen anderen Ländern wie beispielsweise Indien schon sehr CO2-arm produziert werde.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" am 25.04.2019 auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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