IBA-Planung: Kickoff-Veranstaltung, 6. März 2020 in Göttelborn (Foto: Patrick Wiermer)

Kommt eine "Internationale Bauausstellung"?

Patrick Wiermer   06.03.2020 | 15:30 Uhr

Kommt Sie oder kommt sie nicht, die Internationale Bauausstellung (IBA) in der Großregion? Das ist nur eine der Fragen. Seit mehr als zehn Jahren gibt es die Ideen für eine Bauausstellung, seit letztem Jahr wird sie konkreter. Am Freitag wurden in Göttelborn erste Ansätze diskutiert.

Seit 2019, seitdem das Saarland an der Spitze des Gipfels der Großregion steht, bekommt die Idee einer Internationalen Bauausstellung (IBA) neuen Schwung – und eine entsprechende Finanzierung. Das Geld fließt zunächst in eine Werkstatt rund um den HTW-Architekturprofessor Stefan Ochs. Nun soll die Machbarkeit einer IBA mit großregionalem Schwerpunkt und ihrem Nutzen ausgelotet werden.

400.000 Euro für Planung

Kommt eine "Internationale Bauausstellung"?
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 06.03.2020, Länge: 00:55 Min.]
Kommt eine "Internationale Bauausstellung"?

Vieles scheint in weiter Ferne. Seit letztem Jahr ist die Idee einer IBA zumindest etwas greifbarer. Denn mit dem Vorsitz des Saarlandes beim Gipfel der Großregion gab es erstmals auch Geld von der Landesregierung. 400.000 Euro für zwei Jahre, vor allem für die Einrichtung einer Werkstatt. Zu der gehören neben Stefan Ochs drei junge Architektur-Absolventinnen. Bis Ende des Jahres sollen sie nun Themen sammeln und aufbereiten.

Erste Ansätze vorgestellt

Am Freitag wurden bei einer Auftaktveranstaltung zur Ideenwerkstatt in Göttelborn erste Fragen diskutiert: Was ist eine IBA heute? Wie groß soll sie werden? Wo soll sie stattfinden? Das sind nur einige der Fragen, die von Politikern und internationalen Experten diskutiert werden sollen.

Die Internationale Bauausstellung ist in der Regel für einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren ausgelegt und soll verschiedene Akteure, nicht nur aus der Bauwirtschaft, zusammenbringen, um die zukünftigen Herausforderungen von Stadt, Land und Region zu meistern. Der Arbeitstitel heißt "Europa leben". Zentrale Themen könnten etwa Energie, der Strukturwandel, ländliches Wohnen, die Infrastruktur und das Klima sein. Vieles ist noch unklar - so auch der Starttermin und der Ort. Klar ist aber, dass es nicht nur um wirtschaftliche und ökologische Fragen des Bauens, sondern auch um Architektur unter ästhetischen Gesichtspunkten gehen soll.

Ein Thema in der SR 3 "Rundschau" vom 06.03.2020.

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