Carlos Rubin von ProAqua stellt das Projekt vor (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Vorsorge bei Starkregen und Hochwasser

Oliver Buchholz   24.10.2019 | 07:21 Uhr

Die Stadt St. Wendel erstellt für alle 16 Stadtteile ein Vorsorgekonzept für Hochwasser- und Starkregen. Das Pilotprojekt wurde gestern Abend in Alsfassen gestartet.

St. Wendel stellt Hochwasserschutzkonzept vor
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 24.10.2019, Länge: 03:10 Min.]
St. Wendel stellt Hochwasserschutzkonzept vor

St. Wendel erstellt als erste saarländische Kommune ein Vorsorgekonzept, das Starkregen- und Hochwasservorsorge miteinander verbindet. Zwei Jahre lang will die Kommune zusammen mit dem beauftragten Ingenieurbüro ProAqua und der Bevölkerung Gefahrenkarten ausarbeiten und Maßnahmen entwickeln. Solche Karten gibt es bereits für die Blies, die Oster und den Todbach. Nun sollen auch die kleineren Gewässer vermessen werden. Anschließend finden acht Bürgerworkshops statt, bei denen Anwohner ihre Erlebnisse bei Hochwasser und Starkregen schildern und Vorschläge für mehr Schutz machen können.

Die Ingenieure und die Stadt prüfen dann die Umsetzbarkeit der Bürgerwünsche. Am Ende wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, mit dem die Stadt konkrete Projekte umsetzen kann. Die Erstellung des Vorsorgekonzeptes kostet rund 250.000 Euro, 90 Prozent davon übernimmt das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. In St. Wendel waren bei den starken Regenfällen Anfang Juni 2018 über 300 Haushalte betroffen.

Über dieses Thema wurde auch in der Rundschau auf SR3 Saarlandwelle am 24.10.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja