Ein Azubi kocht in einer Schulküche (Foto: SR)

"Da geht noch mehr"

Interview: Dorothee Scharer   16.08.2018 | 12:30 Uhr

Es könnte so einfach sein: Das Handwerk sucht Fachkräfte und gleichzeitig kommen Flüchtlinge nach Deutschland und ins Saarland, die arbeiten wollen und vielleicht genau dort Arbeit finden könnten. Doch so einfach ist es offenbar nicht.

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Interview: "Da geht noch mehr"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 16.08.2018, Länge: 03:24 Min.]
Interview: "Da geht noch mehr"

"Geflüchtete Menschen und Ausbildung ist für das Handwerk ein wichtiges Thema", sagt Arnd Klein-Zirbes, Hauptgeschäftsführer der saarländischen Handwerkskammer (HWK) Deshalb setzt die Handwerkskammer unter anderem auf Ausbildungsberater speziell für Flüchtlinge. Ab dem 1. September werde es zwei Migrations-Coaches geben, sagt Arnd Klein-Zirbes.

Zwar gebe es bereits Flüchtlinge, die hier eine Ausbildung machen - sechs Prozent der saarländischen Azubis im Handwerk stammten aus Ländern wie Syrien und Eritrea - doch da gehe noch mehr. Größter Hinderungsgrund für eine Ausbildung sei natürlich das Sprachproblem, so Klein-Zirbes.

Mit Blick auf die Bürokratie sagt er: Zum Glück gebe es die "Drei plus Zwei"-Regel. "Sie besagt, dass diejenigen, die drei Jahre lang eine Ausbildung gemacht haben, mindestens noch zwei Jahre hier beschäftigt werden können", so Klein-Zirebes.

Über dieses Thema wurde auch in der "Region am Mittag" auf SR 3 Saarlandwelle berichtet.

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