Saarbahn (Foto: Saarbahn)

Der ÖPNV soll Fahrt aufnehmen

Florian Mayer   03.12.2019 | 16:30 Uhr

Am Wochenende durfte sich die Verkehrsministerin schon freuen. Auf der Pressekonferenz konnte Anke Rehlinger verkünden, dass die lange angekündigte Tarifreform im saarländischen ÖPNV finanziell ausgestattet sei und bald umgesetzt werden könne. Am 3. Dezember hat sie nun das Gutachten zum Verkehrsentwicklungsplan vorgestellt. Im Kollegengespräch fasst SR-Reporter Florian Mayer die wichtigsten Punkte zusammen.

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Kollegengespräch: "Ab 2021 soll es ein Abo-Modell für den gesamten ÖPNV im Saarland geben"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Nadine Thielen/Florian Mayer, 03.12.2019, Länge: 03:21 Min.]
Kollegengespräch: "Ab 2021 soll es ein Abo-Modell für den gesamten ÖPNV im Saarland geben"
Im Kollegengespräch fasst SR-Reporter Florian Mayer die wichtigsten Punkte im Gutachten zum Verkehrsentwicklungsplan zusammen.

Verkehrsministerin Anke Rehlinger hat am 3. Dezember ein Gutachten zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP) vorgestellt. Das 36-Seite starke Papier hat den ÖPNV im Saarland unter die Lupe genommen und macht Vorschläge zur Verbesserung von Bus- und Bahnstrecken und zu weiteren Neu-, Um- und Ausbauplänen.

Schienenverkehr

Der Kosten-Nutzen-Faktor - das ist das entscheidende Maß im VEP-Gutachten. So kommt die Analyse etwa zum Ergebnis, dass sich eine Bahnverbindung zwischen Saarlouis und Schmelz besonders lohnen würde, ebenso wie zwischen Saarbrücken und Großrosseln. Ganz konkret werde ab 2025 auch die Strecke zwischen Homburg und Zweibrücken wieder in Betrieb genommen, kündigte Verkehrsministerin Rehlinger an.

Insgesamt zielt das Papier beim Schienenverkehr auf eine saarlandweite „S-Bahn Saarland“, mit mehr Haltstellen und einer besseren Taktung.

Busverkehr

Beim Busverkehr schlägt das Gutachten einen Bus im 60 Minutentakt vor, die alle wichtigen Zentren anfährt und einen Express-Bus. Der nicht überall hält und schneller sein soll als ein Auto auf der gleichen Strecke.

Die Kosten

Gesamtkostenpunkt für alle Vorschläge: rund 340 Millionen Euro. Verkehrsministerin Rehlinger verteidigte die umfassende Planung. Sie sei sicher, dass der Bund bald die Mittel für den ÖPNV aufstocken werde. Dann müsse man fertige Pläne in der Hand haben, um das Geld schnell abrufen und mit der Umsetzung beginnen zu können.

Das Gutachten dient jetzt als Grundlage für weitere Diskussionen und Beratungen, bevor im Frühjahr 2020 der Verkehrsentwicklungsplan endgültig beschlossen werden soll.

Ein Thema in der "Region am Nachmittag" am 03.12.2019 auf SR 3 Saarlandwelle

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